Zweitgutachten bestätigt tödlichen Behandlungsfehler

Gerd Zimmermann *22.02.44  +08.02.13

Lange war es still hier, denn die Mühlen der Justiz mahlen leider nicht allzu schnell. Aber nun gibt es Neuigkeiten.

Am Samstag vergangener Woche erreichte meine Familie und mich ein Schreiben der ehemaligen Krankenkasse meines Vaters und im Anhang ein Medizinisches Gutachten des MDK. Wir wußten gar nicht, dass die Krankenkasse auch ein Gutachten beauftragt hatte und fielen aus allen Wolken. Meine Mutter hatte zwar im November 2014 alle Unterlagen an die Krankenkasse geschickt, aber dann hatten wir von der Seite nie wieder etwas gehört. Und nun kam nach 2,5 Jahren plötzlich und überraschend ein Medizinisches Gutachten.

Dieses Gutachten des MDK bestätigt das durch die Staatsanwaltschaft beauftragte Gutachten eines renommierten Herzspezialisten IN VOLLEM UMFANG.

  • Auch aus zweitgutachterlicher Sicht liegt hier ein Behandungsfehler vor.
  • Im UKSH Campus Lübeck hätte schnellstmöglich eine Revaskularisation erfolgen müssen.
  • Die Behandlung UKSH Campus Lübeck ist als fehlerhaft einzuschätzen. 
  • Die frühzeitige Revaskularisation (Anmerkung:  Wiedereröffnung der verschlossenen Gefäße) hätte den schweren Herzinfarkt VERHINDERT und in seiner Ausdehnung begrenzt, so dass das Leben des Patienten……..verlängert worden wäre. 

Jetzt halten wir zwei Gutachten in den Händen, die bestätigen, dass mein Vater durch Behandlungsfehler im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein – Campus Lübeck – ums Leben gekommen ist. Hätte man leitlinienkonform gehandelt und das verschlossene Gefäß an seinem Herzen sofort oder zeitnah geöffnet, dann hätten wir Pfingsten schön mit ihm zusammen grillen können. Stattdessen ist er tot.

Mein Dad ist am 08.02.2013 gestorben und der Kampf für Gerechtigkeit geht nun schon so viele Jahre und kostet sehr viel Kraft. In all den Jahren ist man mit uns Angehörigen seitens des UKSH und ihrer Versicherung – der ALLIANZ – ganz böse umgegangen. Man hat uns erst die Schuld gegeben am Tod meines Vaters und dann hat man immer strikt behauptet, keine Fehler gemacht zu haben. Ein Gegengutachten konnten sie aber niemals vorweisen.

Vermutlich, weil JEDER Mediziner anhand der Fakten der Patientenakte SOFORT sehen kann, dass ein ganz großer tödlicher Behandlungsfehler begangen wurde. Selbst wir als medizinische Laien konnten das sehen. In der Stellungnahme stand, sie hätten leitlinienkonform die Lungenentzündung und beginnende Sepsis erfolgreich behandelt, obwohl bereits durch Obduktionsgutachten nachgewiesen wurde, dass mein Vater weder eine Lungenentzündung noch eine Sepsis hatte, sondern einen Herzinfarkt !!!

Zwei unabhängige Medizinische Gutachten, die Obduktion und die Fakten der Patientenakte beweisen den tödlichen Behandlungsfehler und es gibt zusätzlich Aussagen von renommierten Ärzten, dass mein Vater keine Lungenentzündung und keine Sepsis hatte und Röntgenbilder, die zeigen, dass das Herz meines Papas im Laufe des Aufenthaltes im UKSH immer größer wurde (durch Herzinfarkt). Und trotzdem spricht man seitens des UKSH noch immer von einem schicksalhaften Verlauf, um den tödlichen Behandlungsfehler zu vertuschen.

Einer der Oberärzte der Notaufnahme behauptet sogar, dass er mit meinem Dad „abgesprochen“ hätte, dass man die Wiedereröffnung des Gefäßes am nächsten Tag machen würde. Mein Vater wurde am 07.02.13 um 17.49 Uhr in der interdisziplinären Notaufnahme des UKSH durch Rettungswagen mit Notarztbegleitung eingeliefert. Mein Vater hatte einen akuten Herzinfarkt. Als wenn man die einzige lebensrettende Massnahme dann dort wie auf einem Basar zwischen Oberarzt und Patient verhandelt. Und dann hat der Oberarzt vergessen, den tödlichen Deal in der Patientenakte zu vermerken? Nirgendwo ist auch nur ansatzweise vermerkt, dass man irgendwann vor hatte die Wiedereröffnung des Gefäßes vorzunehmen. Das haben auch beide Gutachter so bestätigt. Eine Revaskularisation war nicht im entferntesten angedacht. Was für ein Armutszeugnis für einen Oberarzt.

Wir werden NIE aufgeben bis diejenigen zur Verantwortung gezogen wurden, die schuldig sind am TOD MEINES VATERS.

Und ich für meinen Teil kann auch sagen: Ich verzeihe nichts und niemandem. Nicht mehr. Der Vorstand, die Rechtsabteilung, die Ärzte, die Mitarbeiter der Allianz waren sehr beleidigend und sind über all die Jahre menschenverachtend mit uns umgegangen. Im einzelnen kann man es hier nachlesen (und das ist noch längst nicht alles):

Man hat uns getäuscht, indem man wichtige Unterlagen (Röntgenunterlagen, Ausdruck der Asystolie und EKG) einfach nicht herausgegeben hat, obwohl Patienten und Angehörige (mit Vollmacht, die wir haben) ein Recht auf die VOLLSTÄNDIGE PATIENTENAKTE haben. Seitens des UKSH hat man uns sogar mit Hausverbot (Androhung von Hausverbot, Hausverbot ein Versehen) gedroht, nur weil wir die Wahrheit aufgedeckt haben.

Die Wahrheit darüber, dass mein Vater im UKSH durch Behandlungsfehler getötet wurde.

Das Medizinische Gutachten des MDK ging heute an das Landgericht, die Staatsanwaltschaft, das UKSH, die Allianz und natürlich an die Anwälte. Ich hoffe, dass auch die Staatsanwaltschaft Lübeck, die nunmehr seit 4 Jahren ermittelt (!!!), nun endlich einmal zum Abschluß der Ermittlungen kommt und endlich Anklage gegen die Verantwortlichen erhebt.

Es war nicht Gottes Wille – es war ÄRZTEPFUSCH !!!

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Nicht Gottes Wille – ÄRZTEPFUSCH!

mit-balkenEs war nicht Gottes Wille!

Es war ÄRZTEPFUSCH !

 

Gerd Zimmermann

*22.02.1944     +08.02.2013

 

Am 08.02.2013 ist unser lieber Ehemann und Vater Gerd Zimmermann auf der Intensivstation 12a des

UNIVERSITÄTSKLINIKUMS SCHLESWIG-HOLSTEIN / LÜBECK

durch ärztliche Behandlungsfehler zu Tode gekommen. Dieses wurde durch einen Obduktionsbericht und ein unabhängiges staatsanwaltliches Gutachten und Ergänzungsgutachten eines namhaften und von Anwälten und Richtern sehr geschätzten Gutachters bestätigt. Weiterlesen

Faktensammlung Patientenakte

TOD DURCH BEHANDLUNGSFEHLER AM UNIVERSITÄTSKLINIKUM LÜBECK. Nachgewiesen durch ein unabhängiges staatsanwaltliches Gutachten eines international renommierten Kardiologen.

Trotz Fakten wie Gutachten, Zeugenaussagen, Eintragungen in die Patientenakte, Laborbefunden, Röntgenbildern und Obduktionsbericht gab es nicht einmal eine Entschuldigung seitens des Klinikums oder der Ärzte. Im Gegenteil, sie sind unfassbar verletzend und frech. Wir veröffentlichen heute die Fakten aus der Patientenakte, weil das Klinikum und deren Versicherung  – die ALLIANZ – BEHAUPTEN, wir hätten nur eine andere Sichtweise auf „den Fall“ und die Beweise wären nicht relevant.

DAS HIER ABER IST DIE DOKUMENTATION in der Patientenakte durch die Ärzte selbst. Ich bin froh, dass ich damals die Patientenakte geholt habe bevor der Obduktionsbericht bestätigte, dass mein Vater KEINE SEPSIS und keinen septischen Schock (Diagnose Oberarzt Dr. G.) hatte, sondern einen rezidivierten Herzinfarkt, der unbehandelt zum kardiogenen Schock und zum Multiorganversagen geführt hat. Einige Unterlagen waren/sind auf mysteriöse Weise „verschwunden“ (Röntgenbefunde, Laborbefund, EKG, Ausdruck der Asystolie).

Vorgeschichte: Bereits am 04.02.2013 hatte unser Ehemann/Vater Gerd Zimmermann (ich nenne ihn im folgenden Gerd der Einfachheit halber)  einen NSTEMI, der unbehandelt blieb. Hier stehen andere Ärzte im Fokus der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Lübeck wegen fahrlässiger Körperverletzung und/oder unterlassener Hilfeleistung, jedoch sind sie juristisch nicht für den Tod verantwortlich wegen einer überholenden Kausalität.

Sowohl der Gutachter als auch drei Strafrichter des Oberlandesgerichts – welches sich dem staatsanwaltlichen Gutachten angeschlossen hat – kommen zu dem Ergebnis, dass Gerd im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in einem RETTBAREN Zustand eingeliefert wurde. Das unanbhängige staatsanwaltliche Gutachten besagt auch, dass zumindest für die Nachtdiensthabenden Dr. M. und Dr. L. auf der Station bzw. dem verantwortlichen Hintergrunddienst (Dr. B), in den ersten Stunden nach Übernahme auf die Station ein ärztlicher Behandlungsfehler im Sinne einer Unterlassung potentiell lebensrettender Massnahmen vorgeworfen werden kann (Anmerkung: das bedeutet bis mindestens  6 !!! Stunden nach Einlieferung).

Gerd befand sich von 18:45 Uhr (Aufnahme) bis zu seinem Tod am nächsten Morgen um 08:00 Uhr mit einem akuten HERZINFARKT (Reinfarkt) im UKSH, welches als Chest Pain Unit (Brustschmerzeinheit) zertifiziert ist und mit einem 24 Stunden Herzkatheter-Labor wirbt. Nur eine Eröffnung des verschlossenen Gefäßes hätte ihm das Leben retten können, aber das hat man im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein nicht gemacht. Das Klinikum und ihre Versicherung – die Allianz – weisen trotz unabhängigem staatsanwaltlichen Gutachten, das tödliche Behandlungsfehler nachweist, nach wie vor jede Schuld von sich.

Sie behaupten in ihrem letzten Schreiben vom 12.09.2016 sogar, dass IHRE Ärzte zu dem Ergebnis gekommen sind, dass

„bei Gerd Zimmermann eine Mehrzahl behandlungsbedürftiger Befunde vorlag, welche die Ärzte des Klinikums auch alle erkannt haben……beim Setzen eine Katheters (Anmerkung: Herzkatheter wäre die einzig lebensrettende Massnahme bei Gerd gewesen) hätten Kontrastmittel eingesetzt werden müssen. Diese können schädliche Auswirkungen auf andere Organe haben, was zum Tod von Gerd hätte führen können“

Das ist an ABSURDITÄT wirklich nicht mehr zu übertreffen und wird auch langsam peinlich für die Ärzte und deren Versicherung, DENN UNSER GERD IST TOT. Und zwar nicht wegen irgendwelcher behandlungsbedürftiger anderer Befunde oder wegen Kontrastmitteln, sondern ER IST GESTORBEN, weil man keine Wiedereröffnung des Gefässes vorgenommen hat. (Gutachten, Obduktionsbericht, Aussagen anderer Oberärzte). Er hatte einen HERZINFARKT!

Dokumentation der PATIENTENAKTE – Zeitlicher Ablauf: 

17:49 Uhr (07.02.13) traf der Notarzt bei Gerd ein – wegen starker Schmerzen im Brustkorb (er nannte es selbst wie eingeschnürt in einer Ritterrüstung). Er war sehr blass, nassgeschwitzt, trotzdem kalt und hat gezittert.

Erstdiagnose Notarztprotokoll:

Thoraxschmerzen
Akutes Koronarsyndrom (beschreibt ein Spektrum von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die durch den Verschluss oder die hochgradige Verengung eines Herzkranzgefäßes verursacht werden)
Angina Pectoris (Anmerkung: Die Ursache einer Angina pectoris ist in den meisten Fällen eine koronare Herzkrankheit, bei der es aufgrund arteriosklerotischer Ablagerungen zu Einengungen der Herzkranzgefäße kommt, die den Herzmuskel dann nicht mehr ausreichend mit Blut bzw. Sauerstoff versorgen können)
Hyperglykämie (Blutzucker zu hoch)
Puls 120/Min
auffällige ST-Senkung im EKG (weist in Verbindung mit den anderen Symptomen auf eine mangelhafte Durchblutung des Herzens hin)
wach und orientiert
zunächst kein Sauerstoff benötigt – erst nachdem der Notarzt ihn mit Dormicum sediert hatte, fiel seine Sauerstoffsättigung auf 97 % (SPO2) und er erhielt daraufhin 6 l Sauerstoff.

Medikamente vom Notarzt verabreicht:

Morphin, Ondanset, Ringerlösung, Dormicum, Aspisol (Acetylsalicylsäure), Heparin, Novalgin (Krämpfe und Schmerzen).

18:45 Uhr – Aufnahme im UKSH von Assistenzarzt Dr. J.

Aufnahmebogen Notaufnahme Eintrag Dr. J.:

KHK (Koronare Herzkrankheit) – nicht näher bezeichnet
Angina Pectoris in Ruhe (Brustenge und Schmerzen in der Herzgegend in Ruhe = instabile Angina Pectoris = Akutes Koronarsyndrom -> Herzinfarkt)
AZ (Allgemeinzustand) = deutlich reduziert, klar und orientiert, blass, sehr nassgeschwitzt, keine Venenstauung
Blutdruck = 90/40 mmHg, feuchte Nebengeräusche der Lunge, leise Herztöne

19:05 Uhr  Notiz Dr. J.: Temperatur = 36,7°; AF (Atemfrequenz) = 22; Puls 110/Min; Sauerstoff-Sättigung = 96%                    (4-6 Liter Sauerstoff), RR (Blutdruck) = 90/55 mmHg.
19:18 Uhr  Notiz Dr. J.: Info an Oberarzt Dr. G.
19.20 Uhr  Ankunft Blutserum im Zentrallabor
19:30 Uhr  Notiz Dr. J.: Rücksprache Oberarzt Dr. G.: 12a bei beginnendem septischen Schock
19.35 Uhr  Blutgasanalyse (kapillar)
19:45 Uhr  Notiz Dr. J.: Sauerstoff-Sättigung = 94% (2 Liter Sauerstoff), Puls 110/Min., RR (Blutdruck) = 100/70.

Überwachungsbogen Notaufnahme Eintrag von Dr. J. über verabreichte Medikamente:

Actrapid (Insulin)
Salbutamol
Tazubac (gegen bakterielle Infektion)
Aspisol (Acetylsalicylsäure / Aspirin)
Liquemin (Heparin)
NaCl (Kochsalz)
Novalgin (gegen Krämpfe, Schmerzen).

In Bezug auf die immunssuppressive Therapie (Azathioprin) und Prednisolon (Cortison) hat Dr. J. notiert:
Azathioprin und Prednisolon = Pause.

Echokardiographie, (Untersucher Dr. G – Uhrzeit nicht notiert), in der Notaufnahme gemacht:

Normal weiter linker Ventrikel mit mäßig-bis hochgradig eingeschränkter systolischer Funktion. Inferiore und septal betonte Hypokinesie. Normale Wanddicke. Interventrikuläre Dyssynchronie. Rechter Ventrikel schlank und mit reduzierter Funktion. Aortenklappe zart und mit normaler Funktion. Mitralklappeninsuffizenz II°. Trikuspidalklappeninsuffizienz II-III°. Kein Perikarderguß.

20.49 und 20.51 Uhr Röntgen im Liegen mit der Indikation und Historie:

Verdacht auf Lungenentzündung, Stauung und Darmverschluss. (Gerd wurde mit einem HERZINFARKT eingeliefert!). Befund der Herzmarker des Zentrallabors und der bekannte NSTEMI vom 04.02.2013 wurden der Radiologin nicht mitgeteilt, was für sie aber differentialdiagnostisch für die Befundung sehr wesentlich gewesen wäre.

Anmerkung: Die Radiologin Frau Dr. S. war am Telefon sehr bestürzt darüber, dass Gerd in der Nacht an einem Kardiogenen Schock mit Multiorganversagen aufgrund eines unbehandelten akuten Herzinfarktes im UKSH verstorben ist. Ihr wurde auch diese Information nicht von den beschuldigten Ärzten mitgeteilt.

21 Uhr – Notiz Dr. J.: Verlegung auf die Intensivstation 12a.

Hauptdiagnose: beginnender septischer Schock, pneumogene Sepsis.
Nebendiagnose: subakuter NSTEMI (abgelaufener Herzinfarkt), Dermatomyositis und Immunsuppression, Hyperkaliämie (Kalium zu hoch) und steroidinduziertes Diabetes (Blutzucker zu hoch durch Cortison/Prednisolon).

Der Rechtsanwalt des UKSH behauptet, dass die Vorstellung bei Oberarzt Dr. G. um 19:15 Uhr erfolgte, nach Anamnese, klinischer Chemie und Röntgen. Die Behauptung steht im Widerspruch zu den Einträgen in der Patientenakte. Das Blutserum traf erst um 19:20 Uhr im Labor ein, geröntgt wurde erst um 20:49 Uhr und die Befundung der Radiologie erfolgte erst um 21:18 Uhr.

Notiz auf dem Aufnahmebogen durch Dr. J.;  Angina Pectoris in Ruhe (Anmerkung: in Ruhe = instabil; akutes Koronarsyndrom), Blutdruck 90/40 mmHg. Das spricht bereits für einen Re-Infarkt spricht, da auch notiert wurde, dass der Herzinfarkt (NSTEMI) vom 04.02.2013 unbehandelt blieb.

Trotzdem diagnostizierte Oberarzt Dr. G. bereits um 19:30 Uhr (Patientenakte): beginnender septischer Schock und ordnete eine Verlegung auf die Intensivstation 12a an. Die Diagnose wurde von einem Oberarzt gestellt, und deshalb im weiteren Verlauf, der folgenden behandelnden Assistenzärzte übernommen

Hier wäre differentialdiagnostisch ein Myoglobin-Test erforderlich gewesen, dessen Wert einen Re-Infarkt (akuten Herzinfarkt) von einem abgelaufenen (subakuten) Herzinfarkt vom 04.02.2013 abgrenzt. Myoglobin ist ein „Herzmarker“. Eine Erhöhung des Myoglobin im Blut normalisiert sich nach ca. 1 Tag. Wäre es ein subakuter (abgelaufener) Herzinfarkt vom 04.02.2013 gewesen, dann hätte der Myoglobin Wert am 07.02.2013 im Blut einen normalen Wert gehabt, bei einem akuten Herzinfarkt ist er erhöht. Aufgrund der kurzen Verweildauer ist Myoglobin ein bevorzugter Marker zum Nachweis von Re-Infarkten.

Auf dem Blatt des Zentrallabors ist ersichtlich, dass kein Myoglobin Test erfolgte.

Hinzu kommt, dass die Echokardiografie von Oberarzt Dr. G. persönlich durchgeführt wurde, mit dem Ergebnis einer Pumpfunktionsstörung des Herzens. Oberarzt Dr. G. blieb trotzdem bei seiner Hauptdiagnose: Beginnender septischer Schock, und veranlasste um 21:00 Uhr die Verlegung auf die Intensivstation 12a.

Prof. Dr. L. war der zuvor behandelnde Arzt von Gerd, der endlich die Fehldiagnose ALS erkannte und eine Therapie einleitete und er hat bestätigt, dass der CRP Wert und die Leukozytenanzahl von meinem Vater viel zu gering waren und deshalb keine Sepsis unter einer immunsuppressiven Therapie zu sehen ist, da die vorliegenden Werte auch keine Leukopenie (= Erniedrigung der weißen Blutkörperchen) aufwiesen.

Bei den vorliegenden Befundungen konnte zudem keinesfalls um 19:15 Uhr von einer thorakalen Beschwerdefreiheit gesprochen werden, wie der Rechtsanwalt des UKSH behauptet hat, zumal anschließend noch das Medikament Novalgin (gegen Krämpfe und Schmerzen) verabreicht wurde.

Tatsächlich befand sich Gerd mit einem akuten rezidivierten Herzinfarkt im UKSH und hätte sofort in das Herzkatheterlabor gemußt, damit die Stenose (verschlossenes Gefäß) geöffnet wird, und das Herz wieder richtig pumpen kann und die anderen Organe (Nieren) dadurch wieder mit ausreichend Blut, Sauerstoff und Nährwerten versorgt werden.

Bis zur Verlegung auf die Intensivstation 12a befand sich Gerd bereits seit 2 ¼ Stunden mit einem AKUTEN HERZINFARKT in einer interdisziplinären Notaufnahme mit Chest Pain Unit (Brustschmerzeinheit) und 24 Stunden Herzkatheter-Labor. Sogar geröntgt wurde er als Notfall erst nach 2 Stunden!

21:00 Uhr – Aufnahme Intensivstation 12a

Aufnahme durch Assistenzarzt Dr. M. (Spätdienst), der die Diagnose von Oberarzt Dr. G. übernommen und in der Patientenakte wie folgt notiert hat:

Seit 14:00 Uhr Thoraxschmerzen bei bekannter Koronaren Herzkrankheit, NSTEMI vor 4 Tagen, seit einer Woche Grippe (falsch, Beweis: Prof. Dr. L.), tachykard (beschleunigter Herzschlag) Puls 120/Min., rege Darmgeräusche, Hautturgor runter. Kalium 5,9, Troponin 2000 (falsch, laut Zentrallabor sogar 2400; Herzmarker-Normalwert bis 14). Spätestens bis zu diesem Zeitpunkt muß ihm der Laborbefund des Zentrallabors vorgelegen haben, da er die Werte aus dem Zentrallabor übernommen hatAktuell: RR (Blutdruck) runter, AZ (Allgemeinzustand) runter (durch Pfeile gekennzeichnet), Verdacht auf pneumogene Sepsis (Diagnose von Oberarzt Dr. G.).

Notiz auf Verlaufsbogen Intensivstation von Dr. M.: Nach Rücksprache mit Oberarzt Dr. G. = Meronem (Antibiotikum) und Tavanic (Antibiotikum).

Der Rechtsanwalt des UKSH hat mitgeteilt, dass die Verantwortlichkeit von Oberarzt Dr. G. mit Übergabe auf die Intensivstation endete. Diese Behauptung steht aber ebenfalls im Widerspruch zu den Einträgen in der Patientenakte, da es eine Rücksprache von Dr. M. (Intensivstation) mit Oberarzt Dr. G. gab, der die Medikamente Meronem und Tavanic anordnete, die Dr. M. Gerd aufgrund dieser Anordnung von Oberarzt Dr. G. um 22:00 Uhr verabreichte (Eintrag Patientenakte). In der Patientenakte ist kein diensthabender Oberarzt der Intensivstation ersichtlich, es wurden nur Rücksprachen mit Oberarzt Dr. G. notiert.

20.49 Uhr – Röntgen
21.18 Uhr – Radiologie und Befunderstellung – Eintrag von Dr. M: Infiltrate rechts basal.
22.00 Uhr – Eintrag Überwachungsbogen Dr. M. über verabreichte Medikamente:

NaCl (Kochsalz) 1 Liter
Meronem (Antibiotikum)
Tavanic (Antibiotikum)
Azathioprin (zeitgleich mit Antibiotika hat er Azathioprin (Immunsuppressiva – zur Unterdrückung der Abwehrkräfte) verabreicht, obwohl Dr. J. (Notaufnahme) eine Azathioprin Pauseeine immunuppressive Pause angeordnet hat
2 x Brillique (Wirkstoff: Ticagrelor) – Ticagrelor (Handelsname Brilique) ist für Personen mit einer instabilen Angina Pectoris oder einem Herzinfarkt zugelassen. Anmerkung: Die doppelte Dosis 180 mg (wie hier) kommt lt. Packungsbeilage für Personen in Frage, die an einem akuten Koronarsyndrom erkrankt sind,

Anscheinend hat Dr. M. das akute Koronarsyndrom, ebenfalls wie Dr. J. erkannt.

22:00 Uhr: Gerd befindet sich nun bereits seit 3 ¼ Stunden im UKSH, und es erfolgte noch immer keine Herzkatheter–Untersuchung und keine Wiedereröffnung des verschlossenen Gefäßes, obwohl das akute Koronarsyndrom und die instabile Angina Pectoris bereits von Dr. J. und von Dr. M. erkannt wurden. Und das nur, weil Oberarzt Dr. G. fälschlich einen beginnenden septischen Schock statt einen Herzinfarkt diagnostiziert hat. Im Hintergrunddienst der Intensivstation 12a gab es noch einen interventionellen Kardiologen, Oberarzt Dr. B, der nun bei den Sana Kliniken in leitender Funktion tätig ist. Interventionelle Kardiologie ist eine Zusatzqualifikation, deren Ausbildung überwiegend im Herzkatheterlabor stattfindet. Hat Oberarzt Dr. B. entschieden, dass bei unserem Gerd das verschlossene Gefäß nicht geöffnet wird? Hat er telefonisch die falsche Diagnsoe von Oberarzt Dr. G. übernommen? Hatte er keine Lust in die Klinik zu fahren? Fragen, die selbstverständlich aufkommen, wenn man einen geliebten Menschen verloren hat.

Leitliniengemäß hätte nun um diese Uhrzeit erneut Blut abgenommen und ins Labor gebracht werden müssen, denn die Leitlinie besagt, nach weiteren 3 Stunden Troponin hoch sensitiv zu ermitteln, falls der erste Wert nicht aussagekräftig wäre. Zwischen 19.35 Uhr und 5.15 Uhr gab es KEINE weiteren Laborwerte auf dem Verlaufsblatt des Zentrallabors. Festgestellt ist, dass laut Zentrallabor ein weiterer Troponin hoch sensitiv Test erst um 05:15 Uhr nach der Reanimation erfolgte, mit einem Wert von 6780 ng/l (Normalwert bis 14).

Das UKSH läßt über seinen Rechtsanwalt mitteilen, dass nachts unter Reanimation der Kaliumwert bis 7,2 mmol/l angestiegen war, und deshalb eine Dialysetherapie vorrangig vor einer Koronardiagnostik gewesen wäre. Tatsächlich erfolgte eine 40-minütige Reanimation nach einer pulslosen Aktivität zwischen 3:00 Uhr und 04:00 Uhr nachts. Die Koronardiagnostik wäre schon etliche Stunden vorher vorrangig gewesen, da Gerd seit 18.45 Uhr (also bei Reanimation bereits seit über 8 Stunden) im UKSH war. Auch der Kaliumwert des Zentrallabors war Dr. M. bekannt, den er mit einem Wert von 5,9 mmol/l in der Patientenakte notiert hat (tatsächlich war der Wert 5,84 mmol/l – der Referenzwert ist 5,1 mmol/l).

Folglich kann hier nur von einer leichten Erhöhung des Kaliumspiegels gesprochen werden, und stand einer Kontrastmittelgabe für eine Herzkatheteruntersuchung nicht im Wege. Außerdem blendet Herr Rechtsanwalt B. dabei aus, dass der Kaliumwert bereits direkt nach der Reanimation einen normalen Wert von nur 4,3 mmol/l aufwies (Patientenakte). Da Dr. M. die Werte des Zentrallabors bekannt waren, war ihm auch der Creatinin i. P. Wert von 107,6 nmol/l bekannt, Referenzwert bis 110. Somit im normalen Bereich. Auch dieser normale Wert stand einer Kontrastmittelgabe für eine Herzkatheteruntersuchung nicht im Wege.

Ausserdem wies der Laborbefund einen GFR-Wert von über > 60 (ml/min) auf. GFR ist die Abkürzung für die glomeruläre Filtrations-Rate (wieviel die Nieren arbeiten, kann man mit dieser GFR Rate abschätzen.)
Nur bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (GFR unter < 30 ml/min) sollte auf die züsätzliche Kontrastmittelgabe verzichtet werden (Leitlinie DGK). Um 19.20 Uhr hatte Gerd einen GFR Wert von über > 60 /ml/min). Folglich gab es laut Leitlinie KEINEN Risikofaktor für die Kontrastmittelgabe (Herzkather) Selbst um 03:07 Uhr hatte Gerd noch einen GFR Wert von 48 (ml/min), folglich auch hier kein Risiko für die Kontrastmittelgabe (Herzkatheter), da GFR Wert über 30 (ml/min).

Es ist für uns nicht nachvollziehbar, warum eine invasive Therapie (Herzkatheter) so von den behandelnden Ärzten ausgeblendet wurde, wenn sie das akute Koronarsyndrom und die instabile Angina Pectoris doch bereits erkannt haben, ihnen ein unbehandelter NSTEMI von 04.02.2013 bekannt war und Gerd offensichtlich nicht thorakal beschwerdefrei war. Ein leicht erhöhter Kaliumspiegel, so wie ein normaler Creatinin i. P. Wert und ein GFR Nierenwert von über > 60 ml/min haben einer Kontrastmittelgabe für eine Herzkatheteruntersuchung nicht im Wege gestanden. Alle Werte sind in der Patientenakte dokumentiert!

Im staatsanwaltlichen Gutachten steht, dass ein suboptimales Management eines akuten Koronarsyndroms vorlag.

Dr. M. hat auf dem Verlaufsbogen notiert: Anlage ZVK = Zentraler Venenkatheter (zur Infusionen von Lösungen und Medikamenten).

22:00 – 23:00 Uhr (zwischen): Legung eines Dauerkatheters durch Frau P.
22:45 Uhr – Röntgen auf Station: Kontrolle Anlage ZVK, Pneu? Auf dem Radiologischen Befundbericht wurde      der Befund datiert mit 08.02.2013 um 01:35 Uhr.
23:00 Uhr – Medikament: Aspisol (Acetylsalicylsäure)

Volumenverabreichung zwischen 17.49 Uhr – 4.00 Uhr (NaCl – Kochsalzlösung):

17.49 Uhr – 18.40 Uhr (zwischen)  Notarzt: 500ml
18.15 Uhr – 21.00 Uhr (zwischen) Notaufnahme: 1000 ml
21:00 – 22.00 Uhr: 1000 ml -> Harnausscheidung = 100 ml
22.00 – 23.00 Uhr: kein Volumen verabreicht ->Harnausscheidung = 40 ml
23.00 – 24.00 Uhr: 1100 ml Volumen verabreicht  -> Harnausscheidung = 20 ml
24.00 – 01.00 Uhr: kein Volumen verabreicht -> keine Harnausscheidung
01.00 – 02.00 Uhr: 1000 ml Volumen verabreicht -> Harnausscheidung = 10 ml
Dauerkatheter gespült
02.00 – 03.00 Uhr: 1100 ml -> keine Harnausscheidung
03.00 – 04.00 Uhr: 300 ml Volumen verabreicht =  -> keine Harnausscheidung

Notiz von Assistenzärztin Dr. L. (Nachtdienst): Unter Volumengabe (Kochsalzlösung) keine ausreichende Diurese (Harnausscheidung), Kalium stabil, Patient plötzlich unruhig, Kollaps, PEA (Pulslose elektrische Aktivität), Reanimation ca. 40 Minuten, Hyperkaliämie (Kaliumanstieg), innerhalb von 15 Minuten von 5,4 auf 7,2 mmol/l.

Bis zum Zeitpunkt (zwischen 3 und 4 Uhr) der Hyperkaliämie und anschließender pulsloser elektrischer Aktivität (Kreislaufstillstand) hatte Gerd auf der Intensivstation insgesamt 4500 ml Volumen (Kochsalzlösung) verabreicht bekommen, plus 1000 ml Kochsalzlösung in der Notaufnahme, plus 500ml vom Notarzt. Zusammen sind das 6000 ml (6 Liter) Volumen, aber nur eine Harnausscheidung von 170 ml insgesamt, innerhalb innerhalb von 9 Stunden! Folglich befanden sich noch 5830 ml (5,8 Liter) Kochsalzlösung in Gerd, und es folgte keine weitere Harnausscheidung, bevor sein Kalium schnell anstieg und er kollabierte. Laut Patientenakte beobachtete die Assistenzärztin Dr. L. (erst nach 03:00 Uhr – Notiz Patientenakte), dass trotz Volumengabe (NACI Kochsalzlösung, Insulin) keine ausreichende Diurese zustande kam.

Wird isotone Kochsalzlösung übermäßig oder zu rasch gegeben, kann es zu einer Hypernatriämie (zu viel Natrium im Blut) und Hyperchlorämie (zu viel Chlor im Blut) kommen. Große Mengen an Infusionslösung können zu einer Hyperhydration (zu viel Wasser im Körper) führen. Die Hyperhydration stellt eine absolute Kontraindikation dar.

Die Abnahme der Diurese hat ein Nierenversagen angekündigt. Liegt die Diurese bei unter 0,5ml/kg Körpergewicht (0,5ml / 70 kg Körpergewicht Gerd = 35 ml) ist dieses eine Hinweis auf akutes Nierenversagen. Somit hätte man dieses SPÄTESTENS um 24 Uhr bemerken müssen. Aber Gerd wurde erst um 4.40 Uhr an die Hämodialyse angeschlossen. Warum? Kollabiert ist Gerd erst zwischen 3.00 Uhr und 4.00 Uhr nachts. Von 24 Uhr bis 3.00 Uhr Reanimation waren DREI STUNDEN Zeit!

Aussage der Assistenzärztin Dr. L: „Plötzlich ist sein Kaliumspiegel explodiert, ich weiß auch nicht warum, und er ist dann kollabiert und wir haben ihn 40 Minuten reanimiert.“ Anmerkung: Sein Kaliumspiegel ist „explodiert“, weil Gerd immer weiter Kochsalzlösung verabreicht wurde ohne ausreichende Harnausscheidung.

Wenn das Herz als Folge des verschlossenen Gefäßes (aufgrund eines akuten Koronarsyndroms – akuter Herzinfarkt) nicht mehr ausreichend Blut in die Organe pumpen kann (Pumpfunktionsstörung – Beweis Echo), kommt es zu einer Beeinträchtigung aller Organfunktionen – auch die Nieren. Ohne Blut, welches Sauerstoff und Nährstoffe in die Organe bringt, sind diese nur sehr kurzfristig überlebensfähig. Die Nieren reagieren auf die schlechte Blutversorgung prompt mit der Drosselung der Urinproduktion. Wasser und harnpflichtige Substanzen werden kaum mehr aus dem Körper entfernt. Dies macht sich auch an den anderen Organen bemerkbar: Wasser, Elektrolyte und Stoffwechselabbauprodukte werden nicht mehr ausreichend ausgeschieden und reichern sich zunehmend im Körper an (Aussage Dr. L.: sein Kaliumspiegel ist explodiert).

Für das Herz sind vor allem das steigende Flüssigkeitsvolumen und ein Anstieg der Kaliumwerte im Blut problematisch. Die überschüssige Flüssigkeit lagert sich in den Beinen und der Lunge ab und behindert den Gasaustausch in der Lunge. Die Abgabe von Stickstoff aus dem Blut in die Ausatemluft und die Aufnahme von Sauerstoff aus der eingeatmeten Luft wird zunehmend durch die Flüssigkeit erschwert. In der Folge ist das Blut nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Damit der Körper weiter mit Sauerstoff versorgt werden kann, muss das Herz den Blutfluss erhöhen, das heißt es pumpt schneller, um in der gleichen Zeit mehr Blut und damit genauso viel Sauerstoff wie zuvor zu den Organen zu bringen. Das Herz meines Vaters konnte nicht mehr ausreichend Blut in die Organe pumpen, weil es durch den Verschluss des Herzkranzgefäßes selbst nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt war. Es kam zu einem Rückstau.

Unbehandelt führt dies zu einem Ausfall der Organe (Multiorganversagen) und zum Tod des Patienten.

03:00 Uhr (nach) nachts erkannte Dr. L. erst den Rückstau durch den raschen Kaliumanstieg innerhalb von 15 Minuten, bis Gerd schließlich kollabierte und reanimiert werden musste. Er befand sich zu diesem Zeitpunkt seit 8 Stunden! im UKSH, mit einem 24 Stunden Herzkatheterlabor.

Die leitliniengemäße Behandlung, ist die sofortige Öffnung des verschlossenen Herzkranzgefäßes.

3.00 Uhr – 04.00 Uhr (zwischen) – 40 Minuten Reanimation mit Gabe von 7 mg Supra (Suprarenin – Epinephrin/Adrenalin), 300 mg Cordarex, Defibrilation Lukas (360 Joule) bei pulsloser elektrischer Aktivität (PEA).

Notiz Dr L.: 400 ml NaBic (Natriumbicarbonat). Gerd wurde ins künstliche Koma gelegt und intubiert, Medikamente: Dormicum, Sufenta.

04.00 Uhr – 05.00 Uhr (zwischen):  Nach der Reanimation erfolgte noch immer keine Harnausscheidung, um 04:40 Uhr wurde Gerd ENDLICH an die Dialyse (Blutwäsche) gelegt (Patientenakte).
04:48 Uhr: Röntgen auf Station. Verlaufskontrolle pneumogene Sepsis, Akutes Nierenversagen.
05:30 Uhr: Nicht autorisierte Anmeldung und Randomisierung zur HACA-in-hospital Studie durch Dr. L. Man hätte für die Teilnahme an dieser Studie unsere Einwilligung benötigt (Gerd konnte sie nicht geben, denn er lag im künstlichen Koma), die wir nie im Leben geben hätten. Man hat uns nicht einmal gefragt.

Als Ursache des Herzkreislaufstillstandes wurde durch Dr. L. notiert:

kardial und nicht kardial, bei primär bradykarde (Herz schlägt zu langsam) Herzrhythmusstörung

für die Anmeldung zur Studie werden noch die aktuellen Laborwerte (Myoglobin, Lactat und Blutzucker) benötigt (das Blut hierfür ging um 06:02 Uhr im Zentrallabor ein). Es steht im Ergebnisbericht vom Zentrallabor um 06:02 Uhr und um 06:03 Uhr, dass die Werte „unterwegs“ sind. Die Werte befanden sich nicht in der Patientenakte, als wir sie abgeholt haben und trotz mehrfacher Nachfrage verweigert das UKSH die Herausgabe, obwohl wir als Angehörige ein Anrecht darauf haben!

Dr. L. hat auf dem Screening der Randomisierung unter Ausschlusskriterien angekreuzt:

  • KEINE schwere Infektion
  • KEINE Sepsis
  • KEINE Pneumonie (Lungenentzündung)

Dr. L. war die behandelnde Ärztin des Nachtdienstes und hat selbst dokumentiert: keine Sepsis, keine schwere Infektion und keine Pneumonie und als Todesursache hat sie auf dem Verlaufsbogen der Nacht dokumentiert: Todesursache: „kardiogener Schock nach Myokardinfarkt.“

Offensichtlich ist Dr. L. selbst davon ausgegangen, dass die angebliche Sepsis eine Fehldiagnose war, sonst hätte sie dies nicht dokumentiert. Somit kann Dr. L. auch nicht vorrangig eine angebliche „schwere Sepsis bei beginnendem septischen Schock“ behandelt haben, wie das UKSH durch seinen Rechtsanwalt behaupten läßt, wenn sie selbst dokumentiert hat, dass KEINE Sepsis vorlag.

Auch im staatsanwaltlichen medizinischen Gutachten steht, dass die ANGEBLICHE Lungenentzündung VERMEINTLICH (irrig angenommen) von Oberarzt Dr. G. diagnostiziert wurde.

Folglich darf davon ausgegangen werden, dass die „vermeintliche“ (irrig angenommene) Lungenentzündung mit angeblich beginnendem septischen Schock nicht vorrangig vor dem akuten Herzinfarkt zu behandeln war und auch nicht einer sofortigen Herzkatheteruntersuchung im Wege gestanden haben konnte. Zumal der CRP Wert laut Zentrallabor um 05:15 Uhr nur noch einen Wert von 28,4 mg/l hatte. Das ist kein Wert einer Sepsis.

Wir haben mittlerweile auch eine schriftliche Aussage eines leitenden Oberarztes des UKSH, der bestätigt, dass es sich bei den vorliegenden Werten nicht um eine Leukopenie handelt und er bei der Befundlage keinen Anhaltspunkt für einen septischen Schock sieht.

Die Röntgenbilder und Befunde der Todesnacht haben wir einem renommierten Lübecker Radiologen übersandt. Er hat uns geantwortet:

„Die Aufnahme vom 07.02. (20.43) zeigt unter Berücksichtigung des liegenden Patienten eine noch normale Herzform und -größe. Der Befund imponiert in erster Linie bedingt durch eine Lungenstauung, z.B. im Rahmen einer Herzschwäche. Eindeutige entzündliche Infiltrationen sind nicht darstellbar…….Die weiteren Thoraxaufnahmen (22.11 Uhr / 03.46 Uhr) dokumentieren dann eine zunehmende Herzverbreiterung sowie auch eine zunehmende Lungenstauung und Ergussbildung. Innerhalb des kurzen Verlaufs WEITERHIN KEIN EINDEUTIGER Nachweis entzündlicher Infiltrate…..Letztendlich dokumentieren die Rö.-Bilder eine zunehmende Herzverbreiterung mit einer damit in Verbindung stehenden Herzschwäche, die sich im Sinne einer Lungenstauung und durch den Nachweis eines Pleuraergusses dokumentiert……..“

Auch die Obduktion der Lunge weist keinerlei Nekrosen auf, die auf eine Lungenentzündung, geschweige denn eine Lungensepsis hinweisen würden!!!!! (Beweis: Obduktionsbericht)

Weiterhin notieren die Ärzte selbst in der Patientenakte, dass die Todesursache ein kardiogener Schock und nicht ein septischer Schock ist:

Dr. L. hat nach der Reanimation auf dem Verlaufbogen notiert: Kalium stabil, Dialyse bei pulmonaler Stauung, Beginn Entzug, Arterenol rückläufig, während morgendlicher Übergabe RR (Blutdruck) erneut runter, Supraperfusion wohl keinen Effekt, Patient verstirbt.
Todesursache: Kardiogener Schock nach Myokardinfarkt

Oberarzt Dr. K. bestätigte die Todesursache gegen 08:15 Uhr mit der Aussage:
Kardiogener Schock mit Multiorganversagen

Ebenfalls wurde die Todesursache auf dem Arztbrief von Dr. L. und Oberarzt Dr. K. gestellt:
Kardiogener Schock

Obduktionsbericht von der Pathologin Dr. K.: Kardiogener Schock nach ausgedehntem Myokardinfarkt

Die Todesbescheinigung wurde am 08.02.2013 um 18:00 Uhr von Dr. F. ausgestellt. Todesursache: Kardiogener Schock

Gerd wurde mit einem rezidivierten akuten Herzinfarkt (Re-Infarkt) in das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein – Campus Lübeck – Notaufnahme  in einem rettbaren Zustand eingeliefert und war respiratorisch stabil. Er befand sich 13 Stunden! im UKSH mit einem 24 Stunden Herzkatheterlabor und verstarb, weil das verschlossene Herzkranzgefäß nicht geöffnet wurde.

Akuter Herzinfarkt (keine PCI oder Bypass) -> pulslose elektrische Aktivität -> Kreislaufversagen -> Reanimation (weiterhin die Gefäße nicht geöffnet) -> Kardiogener Schock -> Mangeldurchblutung von Gehirn und Nieren -> Schockniere -> Multiorganversagen -> TOD

Notizen zum Blutdruck in der Patientenakte:

Notaufnahme Aufnahmebogen: 90/40 mmHg (Notiz auf dem Aufnahmebogen von 18:45 Uhr)
19:05 Uhr = RR 90/55 mmHg
19:45 Uhr = RR 110/70 mmHg
Intensivstation 12a:
22:00 Uhr: 95/45 mmHg
23:00 Uhr: 95/50 mmHg
24:00 Uhr: 115/50 mmHg
01:00 Uhr: 135/80 mmHg (Vermerk: Arterie, Dauerkatheter gespült)
02:00 Uhr: 135/80 mmHg
03:00 Uhr – 04:00 Uhr: Reanimation
05:00 Uhr: 130/65 mmHg
06:30 Uhr: 65/35 mmHg
Ab 06:30 Uhr wurde nichts mehr dokumentiert in der Patientenakte
totenkreuz07:44 Uhr Radiologischer Befundbericht: Der neu gelegte Trachealtubus liegt mit Spitze unmittelbar in Höhe der Bifurkation und sollte zurückgezogen werden. (Huch?)
07:45 Uhr wurde ein Totenkreuz in die Patientenakte gezeichnet
08:00 Uhr (nach): Geräte abgestellt

Wir haben das staatsanwaltliche Gutachten und das erweiterte Gutachten eines sehr renommierten Kardiologen, der bestätigt, dass es keinen Grund gab, der einer Herzkatheteruntersuchung im Wege stand. Vielmehr hätte bei erfolgreicher möglichst frühzeitiger Revaskularisation (Wiedereröffnung) des betroffenen Myokardgefäßes ein Herzinfarkt verhindert oder begrenzt in seiner Ausdehnung und das Leben des Patienten (nach statistischen Erwägungen) verlängert werden können. Man habe offensichtlich einen schicksalhaften Verlauf akzeptiert bzw. keine wirksamen Massnahmen in Betracht gezogen.

Zusätzlich hat dem Oberlandesgericht das Gutachten vorgelegen, und hat keine Zweifel an dem Gutachten geäußert, ist dem Gutachter sogar gefolgt, dass unser Gerd in einem rettbaren Zustand in das UKSH eingeliefert wurde.

Oberarzt Dr. G., der fälschlich die Hauptdiagnose „beginnender septischer Schock, pneumogene Sepsis.“ gestellt hat, behauptet über seinen Anwalt, dass er um 21.00 Uhr die Verantwortung an Oberarzt Dr. B (Hintergrunddienst der Intensivstation) abgegeben habe. Im Gegenzug dazu dokumentierte jedoch Dr. M. von der Intensivstation, die Medikation um 22.00 Uhr von Dr. G. angewiesen bekommen zu haben und Dr. F. hat schriftlich zur Aussage gegeben, dass Dr. G. am Morgen auf der Intensivstation war und angeordnet hat, die Geräte abzustellen. Dr. G. hat wohlgemerkt die Fehldiagnose gestellt und angeblich dann die Verantwortung abgegeben und doch am Morgen darauf bestanden, die Geräte abzustellen – OHNE JEGLICHE DOKUMENTATION darüber und ohne uns eine Erklärung abzugeben. Wir saßen zwei Stunden vor der verschlossenen Tür der Intensivstation und dachten, unserem Gerd geht es wieder besser. Angeblich gab es eine Asystolie, aber auch darüber gibt es keine Dokumentation in der Patientenakte, obwohl selbstverständlich eine Asystolie und das Abstellen von Beatmungs- und Dialysegeräten dokumentationspflichtig ist.

Für JEDEN medizinischen Laien wird aus der Patientenakte ersichtlich, dass Gerd einen rezidivierten Herzinfarkt hatte. Die Ärzte behaupten, wir hätten nur eine andere Sichtweise. Wir – also wir Angehörige, der staatsanwaltliche Gutachter (renommierter Kardiologe), der Radiologe, ein leitender Oberarzt (Prof.) des UKSH, drei Strafrichter des Oberlandesgerichts – wir alle haben eine andere Sichtweise. Sie behaupten, Sie haben alles richtig gemacht und vorrangig die Sepsis und den bevorstehenden septischen Schock behandelt (den Gerd niemals hatte – Laborbefunde, Röntgenbilder, Obduktionsbericht), weil er sonst gestorben wäre.

Ausserdem behaupten sie:

„……beim Setzen eine Katheters (Anmerkung: Herzkatheter – die einzig lebensrettende Massnahme bei Gerd) hätten Kontrastmittel eingesetzt werden müssen. Diese können schädliche Auswirkungen auf andere Organe haben, was zum Tod von Gerd  hätte führen können“

Ich wiederhole es noch einmal:

Das ist an ABSURDITÄT nicht mehr zu übertreffen und wird auch langsam peinlich für die Ärzte und deren Versicherung, DENN GERD IST TOT. Nicht wegen einer Sepsis, nicht wegen Kontrastmitteln, sondern weil man seinen rezidivierten Herzinfarkt nicht mit der einzigen lebensrettenden Massnahme behandelt hat. Die Wiedereröffnung des verschlossenen Gefäßes, damit das Blut wieder durch die Organe pumpen kann.

TODESURSACHE: KARDIOGENER SCHOCK NACH AUSGEDEHNTEM FRISCHEN HERZINFARKT

dad-fotoWir vermissen Gerd sehr und der Schock über die Art, wie er gestorben ist und wie man damit seitens der Ärzte umgeht, wird wohl nie ganz vergehen. Wer einen Fehler macht, der muß auch für den Schaden aufkommen, den er angerichtet hat – so sagt es das Gesetz. Aber weil die Ärzte und das Klinikum so einen Irrsinn behaupten, läßt die Haftpflichtversicherung des UKSH – die ALLIANZ – meine Mutter seit 3,5 Jahren im Regen stehen und hält Schmerzensgeld- und Schadensersatzzahlungen für nicht angebracht. Rita Zimmermann hat durch die Schuld der Ärzte und des Klinikums ihren Ehemann verloren, ist dadurch sehr krank geworden und sie ist durch die Schuld der Ärzte und des Klinikums finanziell auf ihre Kinder und auf Spenden angewiesen. Das ist das ALLERLETZTE.

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Wer etwas spenden möchte, darf dieses selbstverständlich gern tun SpendenbuttonJeder Cent hilft.

Tod durch Behandlungsfehler – Herzinfarkt 08.02.2013

Am 07.02.2013 wurde mein Vater um 17.49 Uhr mit dem RTW und Notarzt in der interdisziplinären Notaufnahme des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein – Campus Lübeck eingeliefert mit starken Brustkorbschmerzen. Man wirbt dort damit, die einzige zertifizierte Chest-Pain-Unit (Brustschmerzstation) in Schleswig-Holstein zu sein, die über alle modernen Geräte für die sofortige Erkennung eines Herznotfalls verfügt und die allen Patienten mit akuten Brustkorbbeschwerden 24 Stunden offen steht.

In der Notaufnahme machte man dann ein EKG (was aber nicht in der Kopie der Patientenakte ist), ein Echo und entnahm Blut. Wie es in Kliniken so üblich ist, darf man in der Regel als Angehöriger dann nicht zu dem Patienten und erfährt auch über Stunden nicht viel. Wir mußten immer wieder vor der Notaufnahme warten.

Um 21.00 Uhr wurde mein Vater von der Notaufnahme auf die Intensivstation 12a verlegt und wir konnten kurz mit ihm sprechen als er an uns vorbei geschoben wurde. Er fragte noch, wie er überhaupt in die Klinik gekommen sei und redete kurz mit uns. Der Krankenakte konnten wir dann später entnehmen, dass die Diagnose lautete „beginnender septischer Schock mit subakutem Myokardinfarkt“ und eine Antibiotikatherapie (Tavanic) begonnen wird.

Wir durften ihn dann gegen 22.00 Uhr noch einmal kurz besuchen und man (zuständiger Arzt) sagte uns abends noch, dass wir uns keine Sorgen machen müßten, er bekäme jetzt Medikamente, würde versorgt und noch einen Tag auf der Intensivstation bleiben und dann auf eine Normalstation verlegt werden. „Fahren Sie ruhig nach Hause“ sagte man uns. Wir verabschiedeten uns bei ihm mit den Worten „Tschüß, bis morgen – gute Besserung“.

Gegen 23.30 Uhr rief noch ein Arzt auf dem Handy meiner Mutter an und fragte nach der Medikation, die mein Vater für seine Myositis erhielt. Da wir noch unterwegs waren, schauten wir später nach und teilten das gegen 0.30 Uhr telefonisch auf der ITS mit. Da sagte man meiner Mutter am Telefon noch, dass alles in Ordnung wäre.

Wir fuhren alle nach Hause und ich schaute noch ein wenig TV, weil ich wegen der ganzen Ereignisse gar nicht schlafen konnte. Irgendwann muß ich auf dem Sofa eingeschlafen sein bis dann nachts gegen 4.45 Uhr die zuständige Ärztin Frau L. (ich benutze bewußt nicht den Dr.-Titel) bei mir anrief und ganz aufgeregt erzählte, dass mein Vater die Nacht wohl nicht überleben werde. Sein Kaliumspiegel wäre explodiert, sie weiß gar nicht warum, und seine Nieren haben versagt und sie haben ihn 40 Minuten reanimiert und jetzt an die Dialyse angeschlossen. Sie sagte noch, wir bräuchten aber nicht zu kommen, weil wir sowieso erst nach dem Schichtwechsel zu ihm dürften. (???)

Selbstverständlich fuhren wir nach dem Anruf sofort ins Klinikum und waren gegen 6.00 Uhr dort. Frau L. sagte uns, dass es meinem Vater besser ginge und wir warten müssten. Wir saßen 2 (!!!) Stunden vor der Intensivstation 12a und warteten. Um 8.00 Uhr wurden wir dann von dem Assistenzarzt Herrn F. (wir haben den Namen erst hinterher erfahren und wußten zu dem Zeitpunkt nicht einmal, dass er ein Arzt ist) geholt in dem Glauben, dass wir meinen Vater nun besuchen dürfen, weil Frau L. ja sagte, dass es ihm wieder besser geht. Herr F. ging voraus, und wir folgten ihm zu meinem Vater.

Auf dem Weg dorthin sagte Frau L. in einem aufgeregten Ton zu Herrn F.: „Was?…….. Jeeeetzt?“ Herr F. antwortete darauf nicht, und brachte uns schweigend zu meinem Vater, der im künstlichen Koma lag und an einen Vital-Monitor und an die Dialyse angeschlossen war, und er hatte einen Tubus im Hals an einem Beatmungsgerät. Wir standen an seinem Bett und dann ohne Vorwarnung, stellte Herr F. einfach – ohne irgendein Wort zu sagen – den Monitor (auf dem wohlgemerkt noch Aktivitäten waren) auf Zentralüberwachung und die Dialyse auf pausieren (sie schrillte die ganze Zeit).

Wir waren völlig erschrocken und aufgeregt und fassungslos und fragten sofort: „Was soll das? Wieso stellen Sie alles ab? “ Aber Herr F. meinte nur ganz knapp: „Er stirbt jetzt, Sie können nun Abschied nehmen.“ Und dann ging er einfach weg und ließ uns mit meinem sterbenden Vater alleine. Es war so schrecklich.

Mein Vater atmete weiter und eine Krankenschwester entschuldigte das später mit: „Oh das tut mir leid, Herr F. hat vergessen das Beatmungsgerät abzustellen.“ Dann holte sie Herrn F., der stellte das Beatmungsgerät schnell ab, sagte kein Wort und ging wieder raus. Da lag mein Vater nun mit geschlossenen Augen, der Mund weit geöffnet, weil dieser dicke Tubus noch in seinem Hals steckte. Wir weinten schrecklich. Mein Vater zuckte immer an seinen Augen und an seinem Mund und er hob mehrmals den mittleren Finger seiner linken Hand und meine Schwester Martina ging sofort raus auf den Flur und fragte den Oberarzt Dr. K.: „Zucken Tote noch? Was passiert denn hier?“

Oberarzt Dr. K. (der in der Nacht keinen Dienst hatte und erst am Morgen zum Dienst kam) kam dann mit ins Zimmer rein und warf einen Blick auf ihn, sagte aber nichts und ging wieder raus. Mein Vater hat sich definitiv noch bewegt, er hat mehrmals seinen Finger gehoben. Das waren KEINE Totenzuckungen, er hat sich bewegt und auf dem Monitor waren auch noch Aktivitäten zu sehen.

Wir hörten und sahen dann wie auf dem Flur der Arzt Dr. K. mit Frau L. und Herrn F. alles besprach und ganz laut mit ihnen rumschnauzte und wir hörten Satzteile wie: „Nein, das gibt man dann nicht,“ und :“Nein, das macht man dann nicht.“ „Nicht 50, sondern 30“. Was immer das auch zu bedeuten hatte. Man sagte uns dann noch in einem Gespräch, dass mein Vater einen kardiogenen Schock gehabt hätte (zu dem Zeitpunkt wußten wir gar nicht, was das ist). Dann wurden wir nach einer Weile in einen Raum geschoben, in dem mein gerade verstorbener Vater aufgebahrt war. Wir dachten, wir würden dort noch ein Arztgespräch haben, jemanden, der uns sagt, was hier eigentlich passiert war. Aber wir sollten uns dort wohl verabschieden, denn es kam niemand und wir waren so sehr unter Schock, dass wir aus diesem Zimmer raus mußten – alle drei. Es gibt in diesem Klinikum angeblich ein Traumazentrum und es gibt Psychologen und wir waren auf einer Intensivstation, aber uns setzte man im schweren Schock einfach vor die Tür und draussen schneite es.

Da wir einfach fühlten, dass etwas nicht stimmte mit dem Tod meines Vaters, holten wir uns so schnell wie möglich die Patientenakte und im nachhinein wissen wir nun, dass mein Vater einen schweren Herzinfarkt hatte und durch die Nichtbehandlung dieses Infarktes dann später einen kardiogenen Schock – und keinen septischen Schock, wie man in der Klinik über die vielen Stunden hin annahm.

Trotz Echokardiographie, trotz Symptomatik eines Infarktes, trotz hoher Troponinwerte, trotz Herzkreislaufversagen und PEA wurde keine Eröffnung der Gefäße veranlaßt obwohl die Intensivstation direkt neben dem Herzkatheterlabor liegt, das mit 24-Stunden-Service wirbt. Und dann kollabierte mein Dad dann nachts um 3.00 Uhr mit Pulsloser elektrischer Aktivität. Es erfolgte eine 40-minütige Reanimation, aber auch danach öffnete man nicht das Gefäß, welches zu dem Infarkt und der PEA geführt hatte. Stattdessen ließ man ihn weiterhin so liegen und es versagten dann die Nieren und weitere Organe, was dazu führte, dass mein Vater am Morgen des 08.02.2013 im UKSH verstarb.

Der 08.02. ist der Todestag meines Vaters und gleichzeitig mein Hochzeitstag ;-(

Wir haben Strafantrag gegen die behandelnden Ärzte des UKSH gestellt und die Staatsanwaltschaft ermittelt. Mittlerweile liegt uns ein Gerichtsgutachten vor in dem steht,

  • dass bei erfolgreicher möglichst frühzeitiger Revaskularisation (Wiedereröffnung) des betroffenen Myokardgefäßes ein Herzinfarkt verhindert oder begrenzt in seiner Ausdehnung und das Leben des Patienten (nach statistischen Erwägungen) verlängert worden wäre…
  • dass, zumindest für die Nachtdiensthabenden auf der Station (das war drei Stunden nach Aufnahme in der Notaufnahme!!) bzw. dem verantwortlichen Hintergrunddienst, in den ersten Stunden nach Übernahme auf die Station (also zu den drei Stunden Notaufnahme noch einmal ein paar Stunden dazu) ein ärztlicher Behandlungsfehler im Sinne einer Unterlassung potentiell lebensrettender Massnahmen vorgeworfen werden kann
  • dass mein Dad bei Übernahme offensichtlich initial stabil unter 6l Sauerstoff war, bei einem Kaliumspiegel von 5,3 mmol/l und mindestens zu diesem Zeitpunkt nicht in einem unrettbaren Zustand war.“
  • dass man offensichtlich einen schicksalhaften Verlauf akzeptiert bzw. keine wirksamen Massnahmen in Betracht gezogen hat

Auch zum Handeln eines niedergelassenen Arztes, der ein Kardiologe ist, bei dem wir einen Tag vorher ohne meinen Vater waren, bestätigt das Gutachten einen Behandlungsfehler:

  • dass bei den auffälligen Laborwerten nach Blutentnahme am 04.02.2013 mit eindeutigen Hinweisen auf eine Myokardnekrose es nicht verständlich ist, dass Dr. med. S. nicht auf seine lebensbedrohliche Situation hingewiesen hat bzw. auf eine erneute Einweisung in ein entsprechend ausgerüstetes Klinikum gedrungen hat. Stattdessen wurde eine Echokardiographie für den 08.02.2013 avisiert…
  • die bedrohliche Situation ist offenbar Herrn Dr. S. nicht bewusst gewesen…
  • nur eine sofortige Revaskularisation eines offenbar verschlossenen Koronargefäßes (erkennbar an den Nekrosemarkern) hätte prognostisch relevante Effekte gehabt…
  • dass ein Facharzt für Innere Medizin im Lichte der Befunde aus Arztbrief und Laborbericht eine sofortige stationäre Aufnahme empfohlen hätte…
  • zumindest die Unterlassung des sofortigen Eingreifens bzw. des Hinweises auf die Notwendigkeit einer stationären Aufnahme mit dem Ziel der Koronarrevaskularisierung muss als ärztlicher Behandlungsfehler gelten

Der niedergelassene Arzt behauptet jetzt, er hätte uns gesagt, dass mein Vater in einem lebensbedrohlichen Zustand ist und er einen Herzinfarkt vermutet und er sofort eine Herzkatheteruntersuchung benötigt, aber wir hätten das für meinen Vater abgelehnt. Das hat er aber NICHT gesagt. Er hat uns ein blutzuckersenkendes Mittel verschrieben (können wir beweisen), einen Termin zwei Tage später für ein Echo (vorsichtshalber mal schauen, ob da was ist) gemacht und gesagt, wir sollen Blutzucker messen bei meinem Vater. Nun stünde es Aussage gegen Aussage und die Staatsanwältin wollte “im Zweifel für den Beschuldigten” die Anklage ggf. nicht erheben.

Ein Arzt für innere Medizin – noch dazu mit Fachrichtung Kardiologie ist verpflichtet Hilfe zu leisten, indem er den Patienten konsultiert (Ferndiagnose darf man nicht bei so lebensbedrohlichen Situationen stellen), ihm einen Rettungswagen mit Notarztbegleitung ruft und sich zumindest im nachhinein erkundigt, dass diese Massnahmen getroffen wurden. Einfach nur in die Akte HINTERHER schreiben, nachdem man von seinen Kollegen offenbar gewarnt wurde, er hätte das erkannt und darauf bei den Angehörigen hingewiesen, ist für mein Empfinden wirklich das Allerletzte.

Ich war live dabei und nehme jetzt wahr, wie die alle lügen wie gedruckt, wie sich alle versuchen rauszuwinden, aber anhand unserer Unterlagen können wir alles nachweisen, aber diese ganzen Recherchen müssen wir immer allein leisten. Immer neue Stellungnahmen schreiben usw. Das zerrt an den Nerven und der Gesundheit.

Auch der offizielle – als eine Art Hakenkreuz totenkreuzin der Patientenakte vermerkte – Todeszeitpunkt stimmt nicht überein mit dem, was wir erlebt haben. Wir haben die Klinik immer wieder angeschrieben, offene Briefe geschrieben usw. damit man uns endlich sagt, was mit meinem Dad passiert ist in der Nacht vom 07.02. auf den 08.02.2013 auf der Intensivstation 12a des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein Campus Lübeck, aber keinen dort interessiert es, dass wir diese Aufklärung benötigen, um irgendwann auch einmal heilen zu können.

https://fehldiagnose.wordpress.com/2014/08/19/ungeklarter-todeszeitpunkt-war-es-eine-verwechslung/

Wir Angehörigen hatten einen schweren Schock und leiden seitdem – nachgewiesen und diagnostiziert – unter posttraumatischen Belastungsstörungen. Und das kann nicht heilen, wenn wir nicht Aufklärung erhalten. Überall in den Zeitungen kann man lesen von den Hinterbliebenen der German Wings Opfer, die am 24.03.2014 ums Leben kamen. Sie alle brauchen Aufklärung, müssen wissen, wie Ihre geliebten Angehörigen gestorben sind. Nichts anderes wünschen auch wir uns und dass meine Mutter endlich auch finanziell entschädigt wird, denn sie hat monatliche finanzielle Einbußen von ca. 400 Euro, die man irgendwann nicht mehr auffangen kann. Aber die Allianz-Versicherung hat ihr gerade einmal 2500 Euro gezahlt. Das ist noch nicht einmal die Hälfte der Beerdigungskosten. Das ist ein Menschenleben wert? Ein Toter und drei zerstörte Menschenleben, das ist die Bilanz aus dem Intensivzimmer der 12a am Morgen des 08.02.2013.

Heute behauptet man seitens des Klinikums immer dass man uns nichts sagen würde, weil wir die Ärzte angezeigt haben, aber das ist falsch. Wir haben die Ärzte angezeigt, weil man uns nichts gesagt hat.

Neuigkeiten: Makabres Aufklärungsgespräch

Offener Weihnachtsbrief an Prof. Jens Scholz vom UKSH

Herrn Prof.Jens Scholz
Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor
des Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

 

Offener Brief zum Tod durch Behandlungsfehler meines Vaters Gerd Zimmermann mit-balkenim Universitätsklinikum Schleswig-Holstein am 08.02.2013

 

Sehr geehrter Herr Prof. Scholz,

da Sie meine Briefe immer an die Rechtsabteilung des UKSH weiterleiten und sie weder lesen noch wahrnehmen, schreibe ich Ihnen diesen offenen Brief. Ich gehe davon aus, dass Sie auch diesen wieder unbeantwortet lassen, aber ich schreibe Ihnen trotzdem, weil meine Seele so sehr weint.

In zwei Tagen ist Weihnachten. Mein Weihnachten ist traurig. Mein Papa ist am 08.02.2013 in Ihrem Klinikum wegen eines Behandlungsfehlers gestorben. Er ist mit einem Herzinfarkt eingeliefert worden und auf eine Sepsis (die er nachweislich nicht hatte) behandelt worden. Über 14 Stunden hat man meinen Papa an seinem Herzinfarkt in Ihrer Klinik einfach sterben lassen. Warum?

Seit dem 08.02.2013 ist mein Leben nicht mehr wie es war. Ich mußte mit ansehen wie man meinem Papa vor meinen Augen die Geräte abstellte und er gestorben ist. Keiner hat meine Mutter, meine Schwester oder mich vorher aufgeklärt oder darauf vorbereitet – einfach abgestellt. Mein Papa starb wegen eines Behandlungsfehlers und der Rest meiner Familie wurde am Morgen des 08.02.2013 schwer traumatisiert. Statt uns beizustehen und zu stabilisieren setzte man uns dann einfach im Schneesturm mit einer Plastiktüte mit den Sachen meines Vaters vor die Tür. Es gab seitens des UKSH nie ein „Es tut uns leid“ oder „Wie können wir Ihnen helfen?“. Eine Entschuldigung und vor allem eine Aufklärung, warum das passiert ist, hätte mir sehr geholfen. Aber das Gegenteil ist der Fall.

Bis heute weigert sich Ihre Versicherung, meiner Mama wenigstens den Unterhaltsausfall und Schadensersatz zu leisten, obwohl der Behandlungsfehler lange nachgewiesen ist. Sie bekommt nur noch eine kleine Rente und wir kämpfen jeden Monat mit ihr ums Überleben. Und das jetzt fast vier Jahre lang.

Haben Menschenleben in Ihrem KLINIKUM keinen Wert? Parkhaus und Mega-Umbau (Lübecker Nachrichten) verschlingen Kosten in Millionenhöhe, aber wenn es darum geht einen Fehler wieder gut zu machen und für den Schaden, den man angerichtet hat auch einzustehen, dann bleiben Augen und Ohren verschlossen. Wo ist Ihr Mitgefühl, Herr Prof. Scholz?

Sie sind Mediziner und können mit eigenen Augen anhand der Fakten der Patientenakte meines Papas sehen, dass da ein ganz großer tödlicher Fehler begangen wurde. Jeder sieht das – selbst ein Laie. Es gibt sogar ein staatsanwaltliches Gutachten, dass das belegt. Es gibt Aussagen von renommierten Ärzten (auch Ihres Klinikums), Röntgenbilder, die zeigen, dass das Herz meines Papas immer größer wurde, aber Sie und die schuldigen Ärzte gehen einfach über die Fakten hinweg und reden von einem schicksalhaften Verlauf. Das verletzt meine Seele noch so viel mehr. Ich weiß, dass Fehler passieren, aber dann muß man für Fehler auch einstehen und darf nicht noch mehr Leid über eine Familie bringen. Nur um zu vertuschen?

Die schuldigen Ärzte brauchen Sie doch nicht mehr schützen, die sind längst woanders und tun so als wäre nichts geschehen. Auch sie feiern Weihnachten, mit ihren Eltern, mit ihren Kindern.

Mein Weihnachten wird sehr traurig. Ich sehe meinen Dad nie wieder und die letzten Bilder, die ich von ihm in meinem Kopf habe, werde ich nie wieder los. Sie haben mich schwer traumatisiert und große Wunden und Narben hinterlassen, die mich mein ganzes Leben lang begleiten werden. Ich träume noch heute immer wieder davon. Meine Familie kann nie wieder an Weihnachten zusammen kommen ohne dass die Erinnerung an diese schreckliche Nacht präsent ist. Jedes Weihnachtsfest ist sehr traurig seit dem 08.02.2013. Mein Papa fehlt. Er könnte noch bei uns sein, wenn die Ärzte des Universtitätsklinikums Schleswig-Holstein nicht einen Fehler gemacht hätten. Einen tödlichen Fehler.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie ein schönes Weihnachtsfest, Herr Prof. Scholz. Beten Sie, dass Ihnen oder Ihren Angehörigen so etwas Schlimmes wie uns in Ihrem Klinikum passiert ist, niemals wiederfahren wird.

Ich werde an Sie und die am Tod meines Vaters schuldigen Ärzte denken, wenn ich meiner Mama an Weihnachten gegenüber sitze und in ihre tränengefüllten Augen sehe. Sie weint, weil in Ihrem Klinikum ein tödlicher Behandlungsfehler begangen wurde, zu dem keiner stehen will. Sie weint, weil mein Papa niemals wiederkommen wird und so sehr fehlt. Und mein Herz und meine Seele weinen mit ihr.

Mit freundlichen Grüßen

mit-balkenI. Einfeldt – Tochter von Gerd Zimmermann – verstorben durch Behandlungsfehler am 08.02.2013 auf der ITS 12a im UKSH-Lübeck an einem kardiogenen Schock

Es war nicht Gottes Wille – es war Ärztepfusch 

Fehldiagnose unmöglich?

Wir sind im Moment völlig fassungslos. Ausgerechnet ein Vertreter des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein – Campus Lübeck – berichtete gestern im NDR Visite darüber, wie Fehldiagnosen bei Herzinfarkt vermieden werden. In dem Bericht geht es zwar um den Herzinfarkt bei Frauen, aber die Diagnosestellung und Therapie ist bei Männern und Frauen gleich.

Der Professor sagt, damit es in der Notaufnahme nicht zu einer Fehldiagnose kommt, sollte man die 112 wählen und den Rettungsdienst rufen, denn wenn man schon mit dem Notarzt mit Verdacht auf Herzinfarkt in die Notaufnahme eingeliefert wird, werden gleich EKG und ein Bluttest gemacht. Geschieht das gleich zu Beginn in der Notaufnahme, vermeidet man Zeitverlust und sichert die Diagnose relativ schnell. Denn beim Herzinfarkt ist die Zeit entscheidend.

Gerd Zimmermann ist mit dem Notarzt mit Verdacht auf Herzinfarkt in die Notaufnahme des Universitätsklinikums Lübeck eingeliefert worden. Er hatte ein auffälliges EKG, alle Symptome eines Herzinfarktes wie aschfahle Gesichtsfarbe, große Angst, Brustschmerz – wie in einer Ritterrüstung, Kaltschweißigkeit, Tachykardie und einen massiv erhöhten Troponinwert. Der Befund der Echokardiographie, die man in der Notaufnahme machte, lautete: „Normal weiter linker Ventrikel mit mäßig-bis  h o c h g r a d i g  eingeschränkter systolischer Funktion (EF 40%).“

Und im UKSH diagnostizierte man eine Sepsis, die er gar nicht hatte! Eine Diagnose bei Herzinfarkt ist mit EKG und Bluttest also in der Notaufnahme und Klinik des UKSH schnell gesichert?

Das ist offensichtlich nicht so. Es sind 14 Stunden wertvolle Zeit vergangen bis mein Dad an der Fehldiagnose starb, weil man das Gefäß in einem Universitätsklinikum (nicht Dorfkrankenhaus) nicht öffnete.

Ein Gerichtsgutachten besagt: “Bei erfolgreicher möglichst frühzeitiger Revaskularisation des betroffenen Myokardgefäßes wäre ein Herzinfarkt verhindert oder begrenzt worden in seiner Ausdehnung und das Leben des Patienten (nach statistischen Erwägungen) verlängert worden.”

Wenn man solche Berichte dann aus derselben Klinik hört, in der man seinem Vater beim Sterben zusehen mußte, weil man eben nicht die Diagnose Herzinfarkt so gesichert hat, wie es leitlinienkonform richtig gewesen wäre, dann tut das einfach nur weh. Dann fragt man sich: „Warum ausgerechnet bei uns? Warum haben Sie es nicht auch bei meinem Dad richtig gemacht? Warum geben Sie es nicht wenigstens zu und sagen, dass es ihnen leid tut? Immerhin werben sie überall damit, wie toll sie das machen und was für eine tolle Klinik sie sind. Wir haben dort sehr leidvoll erfahren müssen, dass nicht drin ist, was man nach aussen hin darstellt.

Die Ausführungen des Kardiologen (der im übrigen  N I C H T  zu den Beschuldigten gehört und zu der Zeit auch nicht in der Klinik war ! ) des UKSH sind nachzuhören in dem Bericht bei 1:11 – 2:51

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/visite/Herzinfarkt-bei-Frauen-Interview,visite11214.html

+08.02.2013 – Drei Jahre danach

dad-und-mandel

22.02.1944 – 08.02.2013 – Wir vermissen Dich (jeden Tag)

Heute vor drei Jahren kam Gerd Zimmermann auf der Intensivstation 12a des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein – Campus Lübeck – durch einen Behandlungsfehler ums Leben. Drei Jahre ist das schon her, aber sobald man daran denkt, kommt der Schock sofort zurück und die schlimmen Erinnerungen werden zum Leben erweckt, so als wäre es gerade erst geschehen. Jeder Rettungswagen, jedes Martinshorn, Medizingeruch ….so vieles erinnert immer wieder an den schlimmsten Tag unseres Lebens. Der Tag, an dem unser Vater und Ehemann völlig unnötig vor unseren Augen starb, weil Ärzte die falsche Diagnose gestellt, weil sie den Herzinfarkt und drohenden kardiogenen Schock nicht  erkannt haben  und ihm dann einfach das Beatmungsgerät abgestellt wurde, obwohl er noch lebte.

Wer keinen Menschen auf diese Art und Weise verloren hat, weiss nicht, wie sich das anfühlt. Gerade eben noch redest Du mit diesem geliebten Menschen und läßt ihn in der Obhut von Ärzten zurück, von denen Du glaubst, dass sie alles im Griff haben und wissen, was sie tun. Du gehst spät abends nach Hause mit den Worten: „Tschüss, bis morgen, gute Besserung“. Und dann bekommst Du mitten in der Nacht einen Anruf von einer hysterischen Ärztin, die ins Telefon ruft, dass sie auch gar nicht wüßte, was passiert ist, sie Deinen geliebten Menschen reanimieren mußte, aber er die Nacht wohl nicht überleben wird. Und obwohl diese Ärztin auch noch sagte, dass Du erst nach dem Schichtwechsel am nächsten Tag (! wie absurd !) wieder anrufen sollst, fährst Du wie in Trance mitten in der Nacht durch die Stadt, hast panische Angst und kommst wie gelähmt endlich dort an. Und dann wird es Dir zwei Stunden untersagt, Deinen geliebten Menschen zu sehen. Du stehst vor verschlossenen Türen, dabei hättest Du gar nicht gestört…dort, wo Dein geliebter Mensch um sein Leben kämpft…ganz allein in diesem Zimmer …und Du stehst ein paar Meter davon entfernt, hinter einer verschlossenen Tür. UND MAN LÄSST DICH NICHT REIN!!!

ZWEI STUNDEN lang wirst Du nicht reingelassen und als es dann endlich soweit ist, dass man Dich zu ihm läßt, stellt man einfach alle lebenserhaltenden Geräte kommentarlos ab, obwohl er noch lebt und man(n) sagt  „er stirbt jetzt“ und geht. Und irgendwann wirst Du dann im Schock und völlig traumatisiert mitten im Schneegestöber einfach vor die Tür gesetzt, weil Du lästig bist und Fragen stellst. Du könntest ja herausfinden, dass grobe Fehler begangen wurden, dass Dein geliebter Mensch sinnlos und unnötig gestorben ist. Und danach redet keiner der Verantwortlichen dieser Nacht mehr mit Dir, man legt den Hörer auf, wenn Du anrufst und fragst, was eigentlich passiert ist.

Und so handelten Ärzte, denen man vertraut hat. Sie machen weiter und andere vertrauen ihnen auch und wissen nicht, was sie getan haben. Patienten und Angehörige haben sich aufgrund dieses Blogs bei uns gemeldet und davon berichtet, dass auch ihnen schlimme Dinge passiert sind im UKSH. In einem Fall ist sogar die gleiche Station mit involviert und auch da ist ein Mensch – ein Vater – gestorben und es wurde Strafanzeige erstattet und die Ermittlungen laufen über dieselbe Staatsanwältin. Ein Gutachten steht dort noch aus.

Beim Todesermittlungsverfahren bei meinem Dad ist fünf Ärzten durch gerichtliches Gutachten – beauftragt durch die Staatsanwaltschaft – nachgewiesen worden, dass Sie Behandlungsfehler begangen haben. Wer nicht für die fahrlässige Tötung nach § 222 StGB verantwortlich ist, hat sich zumindest der fahrlässigen Körperverletzung nach § 229 StGB mit Todesfolge im späteren Verlauf bzw. der unterlassenen Hilfeleistung nach § 323 c StGB strafbar gemacht.

Wir haben nun schon von mehreren renommierten Juristen die qualifizierte Aussage bekommen, dass es ausser Frage steht, dass es sich um fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung und unterlassene Hilfeleistung handelt. Nur fangen die Ärzte jetzt an, sich gegenseitig die Schuld in die Schuhe zu schieben. Keiner will es gewesen sein. Wir empfinden es als gruselig und armseelig in einem Land zu leben, in dem Ärzte so fahrlässig handeln dürfen, dass Menschen sterben und sich anscheinend keiner traut, das auch anzuklagen bzw. man dafür Jahre braucht. Und das obwohl unabhängige Gutachten eines renommierten Experten vorliegen.

Im Moment sind alle Akten und Unterlagen beim Oberlandesgericht und wir sind gerade in Kontakt mit richtig guten Anwälten für Straf- und Medizinrecht, die uns dann auch in der Neben- und Zivilklage vertreten werden. Hier geht es um unterlassene Hilfeleistung, um Körperverletzung und um fahrlässige Tötung, hier geht es um einen Menschen, der durch die Schuld anderer ums Leben gekommen ist.

Drei Jahre sind nun vergangen, in denen unsere Wunden immer und immer wieder aufgerissen wurden. Es tut jeden Tag aufs Neue weh. Das Trauma ist noch lange nicht verarbeitet, aber wir sammeln immer wieder die Kraft zum weitermachen und wir werden NICHT aufgeben bis  der Tod meines Vaters strafrechtlich, zivilrechtlich und berufsrechtlich Konsequenzen haben wird für die Verantwortlichen und Gerechtigkeit eintritt.

Heute ist so ein Tag, wo man uns am liebsten verkriechen möchten, wo es ganz besonders weh tut, wo es einem das Herz zereißt, wenn man auch nur eine Sekunde daran denkt. Seit Tagen quälen die Albträume wieder und an Schlaf ist nicht zu denken. Herzrasen, Unruhe, Hyperventilation, Panik und Ängste beherrschen seit Tagen den Alltag, der noch dazu sehr tränenreich ist.

„Es gibt Momente im Leben, da steht die Welt für einen Augenblick still. Und wenn sie sich dann weiter dreht, ist nichts mehr wie es war“.

Nach so einem schlimmen Ereignis steht Deine Welt still, während das Leben der anderen weitergeht. Die Erde dreht sich weiter, die Sonne geht jeden Morgen auf und jeden Abend unter, aber Deine innere Welt steht still. Das Leben danach ist nicht mehr Dein Leben wie Du es kennst und Du bist nicht mehr der Mensch, der Du warst.

Früher sah man das Gute in den Menschen, aber dann lernte man Menschen kennen, die in sich NICHTS GUTES haben können. Nicht einer von ihnen hat gesagt, dass es ihm wirklich von Herzen leid tut. Das wäre kein Schuldanerkenntnis gewesen, sondern Mitgefühl. Es hätte Größe, Stärke und Menschlichkeit gezeigt und wäre Balsam gewesen für unsere trauernden Herzen und traumatisierten Seelen.

Wir vermissen Dich     dad-und-mandel

800 mal wurde die Gedenkseite für meinen Dad schon besucht. Viele Menschen trauern mit und hinterlassen dort eine Kerze, was ein bißchen hilft, denn man fühlt sich dann nicht so allein. Danke herz

ALLIANZ – die NEINSAGER

Der Titel dieses Beitrags ist nicht von mir, sondern ich habe ihn aufgegriffen, weil der NDR schon des öfteren Beiträge unter diesem Titel veröffentlicht hat (s.u.) und die Spielchen und das an Erpressung erinnernde Machtgehabe der Allianz-Versicherung auch bei uns wirklich keine Grenzen kennt.

Meiner Mutter wurden jetzt 2,5 Jahre nach dem Tod meines Vaters im letzten Monat 2.500 Euro als Anzahlung für die Beerdigungskosten meines Vaters gezahlt. Bevor man aber den Rest der Beerdigungskosten auch zahlt, sollen wir uns auf ein Angebot einlassen, welches man unserem Anwalt gemacht hat. 10.000 Euro (abzüglich der 2.500 Euro Anzahlung) für den durch Behandlungsfehler verschuldeten Tod eines Menschen und drei Angehörige, die seit 2,5 Jahren unter einem posttraumatischen Belastungssyndrom leiden, inkl. Beerdigungskosten, Unterhalts- und Verdienstausfall…

  • und das mit einem Gerichtsgutachten der Staatsanwaltschaft, dass eindeutig Behandlungsfehler nachweist und besagt, dass mein Dad noch leben würde
  • und das dafür, dass wir das Sterben meines Dads miterleben  und zusehen mußten, wie man ihm die Geräte ausstellte, obwohl er noch lebte und ohne dass man uns auch nur einmal vorher aufgeklärt hat
  • und das, obwohl man uns in der schlimmen Situation völlig unvorbereitet allein gelassen hat
  • und das, obwohl man uns drei im schweren psychischen Schock dann einfach auf die Strasse setzte und wir bis heute nachweislich krank geworden sind dadurch und alles nie mehr wird wie es einmal war
  • und das, obwohl man mit uns seit 2,5 Jahren so schlimm umgeht, dass wir gar nicht richtig heilen können
  • und das, obwohl jeden hunderte Euros an Unterhaltsausfall fällig wären seit 2,5 Jahren und wir das allein auffangen müssen
  • und das, obwohl Verdienstausfälle da sind, die schon im fünfstelligen Bereich sind

Unser Familienmitglied ist tot! Mein Vater ist tot – einfach so – aus dem NICHTS. Von jetzt auf gleich ohne Vorwarnung, obwohl man es hätte verhindern können.

Sag mal ALLIANZ, geht’s noch? Dieses Angebot ist eine Frechheit, ein Hohn, um es einmal ganz deutlich auf deutsch auszusprechen: EINE VERARSCHUNG

Wenn mein Dad einen Herzinfarkt gehabt hätte und daran gestorben wäre, weil man nichts hätte machen können, einfach so – umfallen-tot-  dann wäre das Schicksal. Aber wenn man in einem Universitätsklinikum daran stirbt, weil 14 Stunden nichts dagegen unternommen wird und ein Gerichtsgutachter der Staatsanwaltschaft das auch noch bestätigt, dann ist das KEIN Schicksal. Und dann sind wir auch nicht einfach nur besonders empfindlich, weil ein geliebter Mensch gestorben ist, wie man es uns seitens der Allianz und des UKSH unterstellt.

Es gibt für solche Fälle auch ein Urteil des Bundesgerichtshofs:

27.01.2015 VI ZR 548/12  (Quelle: http://www.openjur.de)

Bei der Beurteilung der Frage, ob psychische Beeinträchtigungen infolge des (Unfall)todes naher Angehöriger eine Gesundheitsverletzung im Sinne des § 823 Abs. 1 BGB darstellen, kommt dem Umstand maßgebliche Bedeutung zu, ob die Beeinträchtigungen auf die direkte Beteiligung des „Schockgeschädigten“ an dem Unfall oder das Miterleben des Unfalls zurückzuführen oder ob sie durch den Erhalt einer Unfallnachricht ausgelöst worden sind. Das Miterleben des Todes eines Angehörigen und daraus resultierenden schweren posttraumatischen Störungen gehen deutlich über die gesundheitlichen Auswirkungen hinaus, denen Hinterbliebene bei der Benachrichtigung vom Unfalltod eines Angehörigen erfahrungsgemäß ausgesetzt sind. 

Und Allianz….vergessen Sie nicht die Ansprüche, die wir für die 6,5 Jahre andauernde Fehldiagnose ALS sowohl für meinen Vater also auch für uns noch haben. Diese Fehldiagnose wurde auch im UKSH von Prof. T. gestellt im Jahre 2006. Das waren 6,5 Jahre HORROR. Ein Leben mit einer tödlichen Krankheit, die am Ende nachweislich gar keine war und geheilt werden hätte können von Anfang an. Aber das ändert nichts an dem Leben damit, wenn die Symptome ähnlich sind und man immer im Hinterkopf hat, dass da ein schlimmes Ende kommen kann und wird.

Nicht zu vergessen, dass mein Dad unter dem Untergang seiner Muskeln so sehr gelitten hat. Er war immer ein Sportler, ein Fussballer, sein ganzes Leben lang. Irgendwann konnte er nicht mal mehr seinen Kopf heben, aber es hätte so nicht kommen müssen, wenn ÄRZTE einfach einmal zugehört hätten, wenn sie einfach noch mal ihre Diagnose überprüft hätten, weil wir medizinischen LAIEN sie darum gebeten haben (es gab doch so viele Anhaltspunkte für eine Fehldiagnose). Aber medizinische LAIEN sind für die meisten GÖTTER IN WEISS nicht anhörungswürdig und Querulanten (es gibt einige wenige Ausnahmen) und anmaßend, wenn man sie in ihrem Handeln kritisiert und ihre Diagnosen anzweifelt.

Ich bin noch immer so fassungslos über die Art des Todes meines Dads, über die vielen Jahre davor und ich bin so fassungslos über die Art und Weise, wie Menschen, die dafür verantwortlich sind, damit umgehen. Menschen und deren Versicherung, in der doch auch Menschen arbeiten. Menschen, die genau sehen und nachlesen können, dass der Tod meines Vaters nicht hätte sein müssen. Menschen, die trotzdem eine Familie noch mit Füßen treten, die sowieso schon schlimmes erlebt hat.

Über die Reporterin, die einem Flüchtling ein Bein gestellt hat, regt sich die ganze Welt auf (und das zurecht – gar keine Frage), aber über die Menschen, die bei Medizinopfern und ihren Angehörigen immer wieder nachtreten, verliert kaum einer ein Wort, dabei kann es jeden täglich und überall treffen. Es ist zusätzlich zu dem Schmerz, den man fühlt, wenn man einen Menschen so sinnlos und tragisch verliert, so demütigend, erniedrigend und verletzend, wenn man für die Entschädigung des finanziellen Schadens auch noch betteln muß. Es ist so entwürdigend, wenn alle so tun, als wäre nichts passiert und man selber aber dabei war und weiß, dass es geschehen ist, man alles mit eigenen Augen gesehen und jeder Zelle seines Körpers gefühlt hat.

Das Verhalten ist menschenunwürdig, aber manchmal habe ich das Gefühl diesen Menschen ist es nicht nur nicht unangenehm, sondern sie haben auch noch Spass daran immer noch einmal nachzutreten. Und das macht mich sowohl wütend als auch sehr traurig.

Eine Versicherung hat unendlich viel Zeit. Mitarbeiter kommen und gehen, werden durch andere ersetzt, wenn sie in Rente gehen, aber das Leben eines Menschen, der betroffen ist, ist vergänglich. In unserer Gesellschaft hat alles seinen Preis, aber leider keinen Wert mehr.

NACHTRAG: Man hat sich jetzt nach 2.5 Jahren und zahllosen Beschwerden beim Vorstand endlich bereit erklärt, zumindest die Beerdigungskosten zu übernehmen. Natürlich unter Vorbehalt und Ablehung einer Schuldanerkennung. Egal. Es ist zwar ein Tropfen auf den heissen Stein und bringt meinen Dad nicht zurück, aber es hat ein bißchen Druck genommen, zumindest für einige Zeit. Trotz allem sind sie meiner Mum auch Unterhalt schuldig, denn wenn das nicht passiert wäre, wäre sie auch nicht in finanzielle Not geraten.

Der Titel meines Beitrags stammt vom NDR, der zum gleichen Thema auch schon des öfteren berichtet hat, denn diese Machenschaften sind wohl Taktik.   DIE NEINSAGER

„Aufklärungsgespräch“ MAKABER

Am 07.07.2015 fand ein Termin statt zwischen meiner Familie, einem Anwalt, einem leitenden Mediziner (Professor) der Klinik des Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Campus Lübeck (UKSH), einer juristischen Vertreterin des UKSH und einer Vertreterin der Allianz-Versicherung (zwei Entscheidungsträger). Wir hatten um einen Gesprächstermin gebeten, damit unsere ganzen offenen Fragen endlich einmal beantwortet werden. Daraus wurde für mein Empfinden allerdings eine ganz andere Veranstaltung, hatte etwas von einer Comedy-Show auf Kosten eines Toten, meines toten Vaters.

Wir wollten so gern endlich Aufklärung über den Todeszeitpunkt meines Dads, der nach wie vor ungeklärt ist. (Ungeklärter Todeszeitpunkt – war es eine Verwechslung? ) Wenn doch in der Akte 7.45 Uhr als Todeszeitpunkt angegeben ist und es angeblich einen Herzstillstand gab, warum lebte mein Vater dann nach 8.00 Uhr noch? Wir haben es mit unseren Augen gesehen wie er sich bewegt hat und dass Aktivitiäten auf dem Vitalmonitor waren.

Zu dem Todeszeitpunkt meines Vaters teilte man uns nun mit, dass es – entgegen aller vorherigen Aussagen (Pressesprecher Oliver Grieve im LN-Interview: Es gibt keine zwei Todeszeitpunkte, alles wird „anhand der Aufzeichnungen der Zentralüberwachung und der Vitalparameter protokolliert“) – doch keine Aufzeichung vom Vitalmonitor bzw. der Zentralüberwachung über die (angebliche) Asystolie gibt, weil die Daten nach 24 Stunden (oder etwas später – man wußte es nicht genau) immer überschrieben werden. Man sagte uns dann, das wären keine Computer, sondern Medizingeräte und da könne man nichts ausdrucken. Aufzeichnung bedeutet aber, das Festhalten von etwas in Schrift, Bild oder Ton und über 2,5 Jahre hat man auch immer behauptet, so eine Aufzeichnung zu besitzen.

Dass der Todeszeitpunkt in der Patientenakte nicht mit der Uhrzeit überein stimmt, wo wir dem Sterben meines Vaters zusehen mußten und sich diese beiden Uhrzeiten mindestens um 25 Minuten unterscheiden, wurde uns dann noch damit erklärt, dass ja nicht immer alle Uhren gleich gehen würden….. Meine Mutter und ich sahen uns an und sagten fast gleichzeitig, dass aber die Uhr vor der Intensivstation die gleiche Zeit anzeigte wie die Uhr im Intensivzimmer und ebenso die Uhr ihres Handys. Daraufhin wurde uns dann erklärt, dass nicht diese Uhren gemeint wären, sondern die Uhr im Zentralüberwachungsmonitor.

Diese Aussage machte uns sprachlos…zumal noch hinzugefügt wurde, dass das schon mal vorkommt bei der Zeitumstellung von Frühjahr auf Sommer (es war am 08. FEBRUAR).

Ich fasse mal zusammen, denn es würde ja bedeuten:

Das Klinikum betreibt auf ihrer Intensivstation Vitalmonitore der Firma Dräger – die weltweit für hochprofessionelle Medizingeräte bekannt ist – und bei diesen Vitalmonitoren und deren Zentralüberwachung der Intensivstation geht die Uhrzeit um mindestens 25 Minuten verkehrt? Und das kommt bei Zeitumstellung von Winter auf Sommer schon mal vor. Mein Vater ist aber am 08.02., also im Februar gestorben, wo gar keine Zeitumstellung stattfand. Und schon gar nicht gäbe es dann bei einer Zeitumstellung eine falsche Uhrzeit um ca. 25 Minuten.

Wir haben uns daraufhin bei der Firma Dräger erkundigt, die seit 2010 die Patientenmonitore für die Intensivstation des UKSH liefern.

„Die Vitaldatenmonitore werden über die gemessenen Parameter über Schnittstellen in ein Patientendaten-managementsystem (PDMS) übernommen. Dieses führt zu einer wesentlichen Erleichterung und Verbesserung der Dokumentation, denn in Kliniken besteht der Bedarf nach einer lückenlosen Aufzeichnung von hoch aufgelösten medizinischen Daten (Vitalparameter: z. B. Herzfrequenz, Blutdruck und Primärsignale: z. B. EKG) aus Überwachungsmonitoren. Durch eine Aufzeichnung über einen längeren Zeitraum lassen sich rückblickend einzelne Ereignisse genauer analysieren. Diese Daten werden für die aktuelle Patienten-Überwachung (z. B. in der Intensivmedizin), für die Patienten-Dokumentation und für die Datenanalyse im Bereich der medizinischen Forschung genutzt. Über die serielle Schnittstelle des Monitors werden die hoch aufgelösten Vitaldaten dem Krankenhaus-Netzwerk zur Verfügung gestellt und im PC erfasst, visualisiert und gespeichert, und somit ist eine Langzeitarchivierung gegeben.“

Ein Mitarbeiter von der Medizintechnik der Firma Dräger hat uns telefonisch bestätigt, dass die Patientenmonitore präzise genau gehen, und dass sie sich auch bei der Zeitumstellung ganz präzise genau von alleine umstellen.

Uns wurde dann bei dem Treffen noch zu verstehen gegeben, dass der genaue Todeszeitpunkt meines Vaters auch nicht wichtig sei, da er angeblich sowieso gestorben wäre, und auch dass es durchaus in Kliniken üblich wäre, dass man den Todeszeitpunkt nur mit Uhrzeit und einer Art Hakenkreuz in die Akte malttotenkreuz und dass sonst keine weiteren Werte oder Begründungen dokumentiert werden. Bei einer Asystolie müsse man dann auch nicht mehr am Patienten schauen, ob er wirklich tot ist und es ist auch so üblich, dass man kommentarlos einfach Geräte ausstellt ohne dass man vorher einmal ein Gespräch führt oder die Angehörigen aufklärt.

Das macht man so, das hätte mit Traumatisierung nichts zu tun und deswegen bestünden auch keine Ansprüche wegen schwerem Angehörigenschock und über zweijähriger diagnostizierter posttraumatischer Belastungsstörung. Wir wären eben sehr emotional und empfindlich (O-TON).

Wenn wir während des Gespräches emotional wurden, waren die anderen genervt….meinten, das würde nun nicht zur „Klärung der Sachlage“ beitragen. Mein Vater ist tot und könnte noch leben, wir sind von heute auf morgen in eine Katastrophe geschliddert und sollten nicht emotional werden? Ich hatte das Gefühl wir saßen vor versteinerten Statuen und trotz Hitze draußen fühlte man in diesem Raum diese eisige Kälte.

Das waren also die Erklärungen zum Tod von meinem Vater….medizinisch hätte man nach wie vor alles richtig gemacht…….eine Lungenentzündung erfolgreich behandelt, die es nicht gab (in der Obduktion hatte die Lunge keine Entzündungen und Nekrosen). Und dann wurde uns noch zu verstehen gegeben, dass man die gerichtlichen Gutachten sowieso nicht akzeptieren würde, weil sie aus ex-post-Sicht (nachträgliche Sicht) geschrieben wären.

Wenn man dem Gutachter seitens des UKSH jetzt allerdings vorwirft, dass er im Nachhinein nach Aktenlage im VORTEIL war, dann würde das im Umkehrschluss doch bedeuten, dass man im UKSH trotz eindeutiger Symptome und Befunde nicht in der Lage war, einen schweren Herzinfarkt zu erkennen? Scheint ja so? Und das, obwohl man damit wirbt eine 24-Stunden-Herzkatheterbereitschaft zu haben und über eine Chest Pain Unit – Brustschmerzstation zu verfügen.

Chest Pain Unit – Brustschmerzstation

Die sofortige Wiedereröffnung des betroffenen Herzkranzgefäßes steht damit im Vordergrund unseres Handelns… Wichtige Voraussetzungen sind unter anderem ein Herzkatheterlabor mit einer ständigen Verfügbarkeit (365 Tage/24 h), eine ausreichende Zahl an Überwachungsplätzen, 24-h Notfall Labor, optimale Bildgebung (Echokardiographie, CT/ MRT, Sonographie) sowie etablierte Behandlungspfade für Patienten mit Brustschmerz.Die Transferzeiten von der CPU in das Herzkatheterlabor sollen den Zeitraum von 15 min nicht überschreiten (Quelle: UKSH – Chest Pain Unit )

Mein Vater lag 14 Stunden dort mit Herzinfarkt – ohne dass man ihn in das Herzkatheterlabor gebracht und das Gefäß geöffnet hat. Der Akte ist zu entnehmen, dann man es nicht einmal in Erwägung gezogen hat! Er war auch nicht auf der Brustschmerzstation! Warum nicht?

Das ist wirklich alles nicht mehr zu fassen, denn der Gutachter wurde von der Staatsanwaltschaft bestellt und hat das nicht zum ersten Mal gemacht und nichts im Gutachten ist aus ex-post-Sicht geschrieben. Er hat nach Aktenlage in ex-ante-Sicht geschrieben, dass mein Dad mit allen Symptomen eines Herzinfarktes eingeliefert wurde (steht auch schon im Notarztprotokoll), dass alle Blutwerte (Troponin 2400!!), Echo usw. das angezeigt haben und dass die einzige lebensrettende Massnahme – nämlich das verschlossene Gefäß zu öffnen – während der 14 Stunden Aufenthalt im Klinikum nicht einmal in Erwägung gezogen wurde.

Kein Gutachter in einem Todesermittlungsverfahren würde zu diesen Bewertungen kommen gegen KOLLEGEN, wenn das nicht mit einhundertprozentiger Sicherheit so wäre.

Mein Vater ist nachweislich rettbar gewesen, aber er ist tot. Meine Mutter und meine Schwester und ich sind psychisch durch die posttraumatischen Störungen (PTBS) ziemlich am Ende. Neben Symptomen wie Flashbacks, Schlafstörungen, Angst- und Panikattacken, Herzrasen usw. kommen noch körperliche Symptome. Man hat uns am 08.02.2013 in eine große Katastrophe gestürzt, die bis heute nicht endet. Jeder Therapeut bestätigt uns, dass wir nicht einfach nur empfindlich sind (wie man es nun seitens des Klinikums und der ALLIANZ behauptet), sondern eine posttraumatische Störung haben aufgrund eines Erlebnisses, dass katastrophale Ausmaße hatte und wir dem Sterben eines geliebten Menschen ohne jegliche Erklärung und völlig unverhofft zusehen mußten. Dass hinterher auch noch herauskam, dass mein Vater nicht hätte sterben müssen und dass man mit uns so unfassbar unmenschlich umgeht, macht alles noch viel viel schlimmer.

Ärzte haben eine große Lobby in Deutschland und Medizinopfer sind einfach nur lästig, weil sie Dinge in einem System aufdecken, die man nicht so gern an die Oberfläche bringen möchte. Aber 19.000 Tote im Jahr durch nachweisliche Behandlungsfehler in Kliniken (Quelle: Jährliche Behandlungsfehler – AOK Statistik) sind im Vergleich zu 3400 Verkehrstoten im Jahr in Deutschland schon ziemlich aussagekräftig. Die Dunkelziffer ist vermutlich noch viel höher, weil nicht jeder Angehörige eine Obduktion veranlaßt und weil viele auch gar nicht die Energie haben, nach dem Tod eines geliebten Angehörigen Behandlungsfehlern nachzugehen. Den Strassenverkehr und die Autos versucht man sicherer zu machen, aber fast 6 mal so viele Tote durch Behandlungsfehler (nur in Kliniken) kehrt man anscheinend lieber unter den Teppich.

In diesem für uns sehr makabren „Aufklärungsgespräch“ am 07.07.2015, das wir nach meinem Empfinden mit einer versteinerten Mauer hatten, hatte ich einen ganz dicken Kloss im Hals und bei uns flossen die Tränen, aber wir sollten nicht emotional werden. Meine Mama zeigte dann auch noch das Handy von meinem Dad, das man im Klinikum kaputt gemacht hatte. Klar, es hat für alle anderen Menschen keinen Wert, aber für uns. Auf seinem Handy bzw. seiner Mailbox ist die Stimme meines Dads. Wir haben es notdürftig repariert und meine Mama ruft seinen Anrufbeantworter jeden Tag an, um seine Stimme zu hören. Sie lädt seinen Handy-Akku immer auf, betätigt das Handy, damit die Nummer nicht gelöscht wird und lädt regelmäßig die Prepaid-Karte neu auf. Alles, damit er irgendwie noch bei uns ist – und das seit 2,5 Jahren.

Als sie das erzählte und keiner der anderen Beteiligten auch nur mit der Augenbraue zuckte, sondern sie mit versteinerten Gesichtern und Herzen wie eine Mauer vor uns saßen, konnte ich nicht mehr und mußte den Raum verlassen, weil ich Herzrasen hatte und keine Luft mehr bekam und so sehr weinen mußte. Mein Papa ist tot, meine Mama ist am Boden zerstört und sie alle sitzen da und machen ihren Job….“Mauer bilden, nichts sagen, Gegenseite demotivieren.“

In dem Moment habe ich mir einfach nur gewünscht, dass diese Menschen an ihrer Arroganz ersticken mögen. Durch das „Gespräch“ wurden wir alle schwer retraumatisiert und deswegen konnte ich einige Wochen auch gar nicht mehr darüber berichten. Aber ich bin es meinem Dad schuldig, dass die Welt erfährt, dass er noch leben könnte und meine Familie noch ein normales Leben führen könnte.

Ich wünsche mir, dass es irgendwann eine irdische und auch eine höhere Gerechtigkeit gibt, vor der sich diese Menschen alle verantworten müssen, jeder einzelne. Meine Familie und ich können hoch erhobenen Hauptes an die Himmelstüre klopfen und werden irgendwann von meinem Dad dort freudig abgeholt. Aber er wird bestimmt auch da sein, wenn die anderen dort anklopfen…….und für die wird es bestimmt nicht lustig..

Nachtrag: Die Allianz-Versicherung hat sich nun herabgelassen auf einen Vorschuß, der noch nicht einmal die Hälfte der Beerdigungskosten deckt. Aber das auch nur, weil man eingesehen hat, dass man meine Mutter bereits finanziell ruiniert hat und es fast zu einer Kündigung ihrer Wohnung kam.

Es gab schon mal einen Bericht in ARD-Panorama über die Allianz – DIE NEINSAGER … und genau so verfährt man heute auch mit uns, obwohl sie ja Besserung versprochen haben in den Berichten.

Erweitertes Gutachten

Uns liegt das bereits bekannte Sachverständigengutachten und nun auch noch ein erweitertes Gutachten vor, das besagt,

dass bei erfolgreicher möglichst frühzeitiger Revaskularisation (Wiedereröffnung) des betroffenen Myokardgefäßes ein Herzinfarkt verhindert oder begrenzt in seiner Ausdehnung und das Leben des Patienten (nach statistischen Erwägungen) verlängert worden wäre…

dass, zumindest für die Nachtdiensthabenden auf der Station (das war drei Stunden nach Aufnahme in der Notaufnahme!!) bzw. dem verantwortlichen Hintergrunddienst, in den ersten Stunden nach Übernahme auf die Station (also zu den drei Stunden Notaufnahme noch einmal ein paar Stunden dazu) ein ärztlicher Behandlungsfehler im Sinne einer Unterlassung potentiell lebensrettender Massnahmen vorgeworfen werden kann

dass mein Dad bei Übernahme offensichtlich initial stabil unter 6l Sauerstoff war, bei einem Kaliumspiegel von 5,3 mmol/l und mindestens zu diesem Zeitpunkt nicht in einem unrettbaren Zustand war.“

dass man offensichtlich einen schicksalhaften Verlauf akzeptiert bzw. keine wirksamen Massnahmen in Betracht gezogen hat

Und auch über den niedergelassenen Facharzt für Innere Medizin (kardiovaskuläre und gastroenterologe Diagnostik), der den lebensbedrohlichen Zustand offensichtlich Tage vorher auch nicht erkannt hat, steht in dem Gutachten,

dass bei den auffälligen Laborwerten nach Blutentnahme am 04.02.2013 mit eindeutigen Hinweisen auf eine Myokardnekrose es nicht verständlich ist, dass Dr. med. S. nicht auf seine lebensbedrohliche Situation hingewiesen hat bzw. auf eine erneute Einweisung in ein entsprechend ausgerüstetes Klinikum gedrungen hat. Stattdessen wurde eine Echokardiographie für den 08.02.2013 avisiert…

…die bedrohliche Situation ist offenbar Herrn Dr. S. nicht bewusst gewesen…

…nur eine sofortige Revaskularisation eines offenbar verschlossenen Koronargefäßes (erkennbar an den Nekrosemarkern) hätte prognostisch relevante Effekte gehabt…

… dass ein Facharzt für Innere Medizin im Lichte der Befunde aus Arztbrief und Laborbericht eine sofortige stationäre Aufnahme empfohlen hätte…

…zumindest die Unterlassung des sofortigen Eingreifens bzw. des Hinweises auf die Notwendigkeit einer stationären Aufnahme mit dem Ziel der Koronarrevaskularisierung muss als ärztlicher Behandlungsfehler gelten

Welcher Sachverständige kommt denn in einem Todesermittlungsverfahren zu der Überzeugung, dass Behandlungsfehler vorliegen, wenn das nicht zu 100% belegbar wäre? Zumal es ein international renommierter Professor für Kardiologie ist. Sein Ruf wäre ruiniert, wenn es nicht stimmen würde, oder? Das ist meine Meinung dazu. Jeder darf sich seine eigene Meinung dazu bilden, denn zum Glück haben wir in Deutschland die Meinungsfreiheit. Ich finde, jeder kann Fehler machen, aber wenn in einer Klinik, wo man mit „Wir gegen den Herzinfarkt“ und „wir sind auf Herzinfarkte spezialisiert – es gehört bei uns zum Tagesgeschäft“ einen Herzinfarkt offensichtlich nicht erkennt und dann eine Lungenentzündung vorschiebt, die es nachweislich nicht gab, sollte man einfach auch einmal dazu stehen und den Angehörigen nicht noch das Leben über Jahre zur Hölle machen.

Aber in meinen Augen verstecken sich die Verantwortlichen Ärzte hinter ihrem Klinikum und der Versicherung. Ich halte es für feige und wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich mir wünschen, dass sie einmal fühlen, was wir fühlen, um es überhaupt zu verstehen. Aber wahrscheinlich kann nur jemand Schmerz fühlen, der auch Liebe fühlt. Sie gehen jeden Tag ihrer Arbeit nach….haben ihre Familien…..meine Familie haben sie zerstört……

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Röntgenbilder tauchen auf

Am 19.05.2015 bekam ich ein Schreiben vom Anwalt, (der das UKSH und den Arzt vertritt, der wortlos die Geräte abstellte bei meinem Vater), in dem man mir mitteilte, dass ich jegliche Kontaktaufnahme zu Ärzten des UKSH unterlassen sollte. Gleichlautende Schreiben erhielten auch meine Mutter und meine Schwester.

Mal abgesehen davon, dass es unser gutes Recht ist die Klinik zu kontaktieren, in der mein Vater starb, waren wir froh, endlich einmal einen Ansprechpartner zu haben, denn bisher war ja niemand zuständig für unsere Fragen und für unser Verlangen, unverzüglich Einsicht in die vollständige, Patientenakte zu erhalten (§630g BGB). Wir hatten zwar die Patientenakte, aber der angeblich existierende Ausdruck des Vitalmonitors (Zentralüberwachung) mit der Asystolie (Nulllinie) und die Röntgenbilder fehlten nach über zwei Jahren noch immer.

Da aber auch der Anwalt dafür „nicht zuständig“ war und das Hausverbot gegen uns bisher nicht zum Tragen kam, sind meine coole Mama und meine coole Schwester einfach in das Klinikum reinspaziert und haben sich mit der Vollmacht, die wir noch zu Lebzeiten von meinem Dad bekommen haben, die Röntgenbilder und Befunde aus dem Archiv geholt. Und bevor wieder jemand aus dem Klinikum auf die Idee kommt, das zu beanstanden: Sowas ist nicht illegal !! JEDER kann sich dort seine Patientendaten holen oder die eines Angehörigen. Man gab sie ihr FREIWILLIG.

Auf den Röntgenbildern ist ersichtlich, wie das Herz meines Vaters sich im Laufe der Nacht vom 07.02. auf den 08.02.2013 – seine Todesnacht – immer weiter vergrößert hat. Das ist sogar für einen Nichtmediziner ersichtlich und nachvollziehbar. Dieses passiert natürlich nicht bei einer Lungenentzündung oder einer Sepsis, die man nach eigenen Angaben erfolgreich behandelt hat (in dieser Nacht), sondern Ursache hierfür ist z.B. ein Herzinfarkt. So einer, der dann auch die Todesursache war: KARDIOGENER SCHOCK (HERZSCHOCK) nach ausgedehntem Myokardinfarkt (HERZINFARKT).

Die Pathologin, die vor zwei Jahren die Obduktion durchgeführt hat, war schon damals fassungslos, dass das vergrößerte Herz meines Vaters vorher niemandem aufgefallen war. „Ich habe auch schon mit meiner Vorgesetzten darüber gesprochen und ich verstehe gar nicht, wie man diesen riesengroßen Herzinfarkt auf der Station übersehen konnte“ sagte sie.

…..nur bekamen wir mit der Patientenakte keine Röntgenbilder auf denen wir das vergrößerte Herz auch hätten sehen können. Warum nicht? Wäre es strafbar, wenn ich behaupten würde, dass das Absicht war? Ich weiß es nicht, also behaupte ich es lieber nicht und überlasse jedem selbst seine Meinung dazu.

Auszug aus dem Obduktionsbericht zum Herzen meines Vaters:

„Biventrikuläre exzentrische Myokardhypertrophie mit einem Herzgewicht von 483g (Normwert für einen170cm großen Mann: 281-361g) und einem Umfang der Trikuspidalklappe von 14cm (Normwert 11,2-11,8 cm) sowie der Mitralklappe von 12,5 cm (Normwert 9,2-9,9 cm)“

Röntgenbilder

Da Röntgenbilder als Lichtbilder dem urheberrechtlichen Leistungsschutzrecht unterfallen und zu diesem Schutz auch die Nutzung, insbesondere die Vervielfältigung und Veröffentlichung dieser Aufnahmen gehört, darf ich sie nicht veröffentlichen. Sie sind im Urheberrecht des Klinikums und ich habe zur Veröffentlichung – wen wundert es – KEINE Genehmigung erhalten.